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Marinesoldaten mögen nicht mehr rudern

Kieler Woche 2015 - Segeln Marinesoldaten mögen nicht mehr rudern

Am Sonnabend um 13 Uhr greift Wettfahrtleiter Michael Bauer zum ersten Mal zur Signalpistole. Der Kapitänleutnant ist Wettfahrtleiter der 126. Marinekutterregatten. Mit seinem Organisations-Chef Thomas Geburzky ist Bauer dabei, die letzten Vorbereitungen zu treffen.

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Bis zu 24 Wettfahrten der segelnden Kutter und das legendäre Kutter-Race am letzten Sonnabend stehen auf dem Regattaplan der Marinekutter.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Bis zu 24 Wettfahrten der segelnden Kutter und das legendäre Kutter-Race am letzten Sonnabend stehen auf dem Regattaplan der Marinekutter. Bei den Anmeldungen zur Offenen Klasse, bei der Verbände, Behörden, Vereine und Firmenteams seit Sonnabend an den Start gehen, gab es diesmal 23 Anmeldungen. „Mehr ging nicht. Wir haben nur 23 Kutter zur Verfügung. Die Marine hat alle Kutter nach Kiel bringen lassen, die verfügbar sind“, sagt Geburzky. Bei der internationalen Klasse sind die Anmeldungen ebenfalls sehr gut. Dort sind auch ausländische Teams sowie Teams der Marine am Start.

 Die Regatten sind auch wieder Austragungsort für die Wettfahrten der „ZK10“-Kutter, die überwiegend aus den ostdeutschen Bundesländern nach Kiel kommen. Weitere Wettfahrten erfolgen bei der Offenen Landes-Jugend-Meisterschaften und den Jugendwanderkuttern. „Die Wettervorhersagen sind sehr gut. Es wird windig“, freut sich Wettfahrtleiter Bauer. Die Anreise der Teams mit den etwa 1200 Seglern hat bereits begonnen. Ein Teil der Segler zeltet dabei sogar im Marinestützpunkt.

 Während es bei den segelnden Kuttern wieder sehr gute Meldezahlen gibt, sieht es bei den rudernden Marinesoldaten finster aus. Für das legendäre Kutterrace, bei dem die Mannschaften nach alter Tradition einen Marinekutter mit Muskelkraft über eine Meile parallel zur Kielinie auf Zeit rudern müssen, haben sich nur drei Marine-Teams angemeldet. Noch vor Jahren war das Rudern bei Soldaten eine beliebte Freizeitbeschäftigung. Das hat sich gewandelt. Im vergangenen Jahr traten noch fünf Teams der Marine an. „Bei nur noch drei Teams wird es natürlich eng mit den Preisen. Wenn da noch ein Team ausfällt, wird der Pokal für den dritten Platz erstmals nicht vergeben“, sagt Geburzky. Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es in der Marine noch Soldaten gibt, die Spaß am Rudern haben. „Anmeldungen sind bis kurz vor Schluss möglich“, sagt der Kapitänleutnant.

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