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Klassiker glitten elegant über die Förde

Kieler Woche 2015 - Segeln Klassiker glitten elegant über die Förde

Klassische Formen, außergewöhnliches Design und Ästhetik pur: Wenn sich die Segler des Freundeskreises Klassische Yachten zu ihrem „Rendezvous der Klassiker“ treffen, gleiten die elegantesten und geschichtsträchtigsten Schiffe der Kieler Woche über das Wasser.

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Der Schärenkreutzer „Tricksonia“ mit dem extra für die Kieler Woche zusammengewürfelten Team aus Thorsten und Dirk Jegminat sowie Rainer Lorber.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Vorher aber geht es gemütlich zu, beim Frühstück der Regattateilnehmer im British Yacht Club Kiel in Friedrichsort. Das liegt vielleicht an der Uhrzeit, um acht Uhr morgens sind viele Segler noch ein wenig verschlafen. Es liegt aber auch an dem Charme der Klassiker-Regatta, der größten Seglerinteressengemeinschaft Deutschlands selbst. 2000 Mitglieder zählt die Organisation, deren Boote gar nicht alt genug sein können. Für alle gilt: Das Schiff muss in klassischer, handwerklicher Methode hergestellt sein. „Wir Besitzer klassischer Jachten haben nicht nur eine Saison, sondern zwei. Die, in der wir segeln, und die, in der wir unsere Boote herrichten und pflegen“, erklärt Jens Burmester, der Organisator der Regatta.

 55 Schiffe haben sich in diesem Jahr in Kiel eingefunden, unter ihnen Thorsten und Dirk Jegminat sowie Rainer Lorber mit einem 22er Schärenkreuzer. Die Eigenschaften des Schiffes: schnell, lang, flach. Für die Segler heißt das: extrem nass und viel Spaß. Nun sitzen sie beim Frühstück, haben vorsorglich ihr eigenes Nutella und starken Kaffee dabei, schließlich befindet man sich auf britischem Hoheitsgebiet. „Bei den Briten hier gibt es Heißgetränke und Tee, aber nichts, was mit unserem Kaffee zu tun hat“, sagt Torsten Jegminat und lacht. Er genießt die tolle Stimmung. „Hier gibt es freundschaftliche Verbindungen und keine Befindlichkeiten“, weiß er. Weil die Regatta nicht ganz so stressig sei, sind auch vier Schüler aus dem Internat Rohlsdorf mit einer Victoria 31 dabei.

 Die heimlichen Stars sind die eleganten, fast schon mondänen 12er, die dank der baldigen EM in Flensburg zahlreich angereist sind. Auf den Schiffen wird noch getrocknet, geputzt und repariert. „Es ist immer was zu schrauben“, ruft Pepe von der „Sphinx“ und schwingt den Akkuschrauber. Thomas Voth rollt auf der „Trione“ von 1920 noch seine Luftmatratze zusammen, während sich das Folkeboot nebenan schon in Bewegung setzt. Gemütlich wie schon beim Frühstück starten die Yachten Richtung Innenförde, wo um 12 Uhr der Startschuss für die Regatta fällt.sp

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