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Erfrischend andere Abende

Kieler Woche Erfrischend andere Abende

Das Kieler-Woche-Programm auf der Krusenkoppel ist schon lange nicht mehr nur „gewaltig leise“.

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Mischt Funk und Soul in ihren cleveren Indie-Rock: die Hamburger Band Die Sterne.

Quelle: Powerline Agency

Kiel. Kiel. Ein frischer Wind weht zur Kieler Woche über die Krusenkoppel. „Gewaltig leise“, seit jeher zur Kieler Woche das Motto, geht es auf der Freilichtbühne aber schon lange nicht mehr zu. Es tauchen Künstler auf, die noch nie in Kiel zu sehen und zu hören waren. Zusammen mit ein paar Garanten für üppig gefüllte Ränge wie das A-cappella-Quartett LaLeLu (22. Juni, 20.30 Uhr) ergibt das eine nicht kostenlose Strecke, die noch immer gut ist für ein Kieler-Woche-Kontrastprogramm.

 Schon ausverkauft ist das Konzert von Axel Prahl und seinem Inselorchester (20. Juni, 20.30 Uhr). Der in Eutin geborene und in Neustadt aufgewachsene „Tatort“-Kommissar hatte schon vor seiner Schauspielkarriere Musik gemacht, etwa in der Folkband Ougenweide, und hat eine durchaus kräftige, kratzige Gesangstimme. Die gar nicht so weit weg klingt von der Klaus Lages (28. Juni, 20.30 Uhr), der mit seiner Band anrückt. Lage, der am Dienstag seinen 65. Geburstag gefeiert hat, kann aus einem reichen Hit-Repertoire schöpfen, der bekannteste ist sicherlich „1000 und 1 Nacht (Zoom!)“.

 Leiser und chansonesker geht’s an drei anderen Abenden zu. Schauspielerin Meret Becker (21. Juni, 20.30 Uhr) singt mit charaktervoller Stimme die großartigen Lieder von ihrem jüngsten Album „Deins & Done“, auf dem sie fein gewobene Songs mit Americana-Touch versammelt hat. Eine neue CD nimmt gerade Anna Depenbusch (27. Juni, 20.30 Uhr) auf, vielleicht präsentiert die Hamburger Sängerin ja auf der Krusenkoppel schon ein paar der frischen Stücke. Tim Fischer (26. Juni, 20.30 Uhr) ist schon oft auf Kieler Bühnen zu Gast gewesen und hat hier eine treue Fangemeinde. Begleitet von Rainer Bielfeldt am Piano singt Fischer auf der Krusenkoppel „Geliebte Lieder“ von Ludwig Hirsch, Jacques Brel oder Stefan Sulke.

 Ein heißer Tipp ist Alice Francis (25. Juni, 20.30 Uhr), die ihr Kiel-Debüt gibt. Die Neo-Swing-Sängerin, die in Rumänien geboren ist, einen tansanischen Vater hat und in Köln lebt, verquickt auf ihrem Debütalbum „St. James Ballroom“ 20er-Jahre-Jazz und Charleston mit Hip-Hop und Elektro. Geht in die Beine, tanzbarer Stoff! Auf jeden Fall einen Besuch wert ist auch die Hamburger Band Die Sterne (23. Juni, 20.30 Uhr). Das Trio um Sänger Frank Spilker steht seit 1992 für cleveren Indie-Rock, der gern mal funky infiziert wird wie auch auf ihrem aktuellen Album „Flucht in die Flucht“.

 Prima, dass die „Gewaltig-leise“-Programmmacher die „Nacht der Lokalmatadore“ (24. Juni, 20 Uhr) als Plattform für weniger bekannte Bands beibehalten haben, wobei der Begriff „Lokalmatadore“ hier recht weit gefasst ist. Misses Next Match (Hamburg) und Keine Zähne im Maul aber La Paloma pfeifen (Kiel) paaren energiegeladen und mitreißend Post-Punk mit Elektro. Die Dritten im Bunde, Cowboys on Dope aus Köln, rocken bodenständiger, mischen Country, Folk und Punk.

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