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Feuerwehr-Zicken ruderten allen davon

Kutterrace zur Kieler Woche Feuerwehr-Zicken ruderten allen davon

Das Kieler-Woche-Finale der 126. Marinekutterregatten hatte es diesmal in sich. Der älteste Segelwettbewerb der Kieler Woche endete traditionell mit dem Kutterrace vor Düsterbrook. Dabei gab es am Sonnabend einen Überraschungssieger: Die „Laufgruppe Wassersuppe“ aus dem Havelland zog diesmal allen 18 Teams davon.

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Die Feuerwehr-Zicken ruderten beim Marinekutterrace allen davon.

Quelle: Frank Behling

Kiel. „Wir sind eigentlich Läufer, haben aber Spaß am Rudern“, sagte Steuermann Jörg Zuther. Das elfköpfige Team ist inzwischen bundesweit bei diversen Wettkämpfen im Kutterpullen ganz vorn dabei und gilt als Geheimtipp in der Szene. „Wir trainieren meist auf der Havel mit einem ZK10-Kutter. Hier in Kiel waren wir jetzt zum ersten Mal dabei. Deshalb freut uns der Sieg natürlich besonders“, so der Teamführer nach dem Race. „Wir waren schon etwas überrascht, als sich das Team anmeldete. Dieses Team hatte hier niemand von uns auf der Rechnung. Sie haben aber wirklich ein Super-Rennen hingelegt“, resümierte Wettfahrtleiter Kapitänleutnant Michael Bauer.

Die Havel-Ruderer hatten die 1000 Meter auf der Rennstrecke zwischen dem Fähranleger Bellevue und dem Olympiahafen Düsternbrook in der Rekordzeit von fünf Minuten und 53 Sekunden bewältigt. Es war das einzige Team, das diese Stercke unter sechs Minuten bewältigte. Damit verwies "Laufgruppe Wassersuppe" die  „Vegesacker Jungs“ (6:03), den TSV Seestermüher Marsch (6:12) und die Lokalmatadoren der Berufsfeuerwehr Kiel (6:15) auf die Plätze zwei bis vier.

Bei den Frauen konnte das Frauenteam der Berufsfeuerwehr Kiel die Ehre der Landeshauptstadt retten. Die  „112 Zicken“ mit zehn Ruderinnen und Steuermann Christian Szwerinski pullten in sechs Minuten und 44 Sekunden über die 1000 Meter und siegten deutlich vor den Frauen der „Laufgruppe Wassersuppe“ (6:53), den  „Kieler Sprotten“ der Bundeswehr (6:59) und dem Mudderkutter (7:06) aus Altenholz.

Und die Marine?  Ganze drei Teams hatten sich in diesem Jahr überhaupt  zu dem Traditionswettkampf angemeldet. Keines der drei Marineteams schaffte es gegen die starke zivile Konkurrenz in den Endlauf. In dem Kleinen Finale konnten sich die drei Marineteams gegen die Schulkinder der Inselschule Juist mit dem Kutter-Team "Hörnchen" mit gut zwei Minuten Vorsprung hedoch deutlich behaupten. Das schnellste Team der Deutschen Marine stellte Marineunteroffiziersschule Plön. Das Team MUS II kam nach sechs Minuten und 30 Sekunden über die Ziellinie.  

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