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Rekord: 3,8 Millionen Besucher

Kieler Woche Rekord: 3,8 Millionen Besucher

Spitzenwerte für die Kieler Woche 2015: Mit 3,8 Millionen Besuchern gab es in den vergangenen zehn Tagen so viele Gäste wie nie zuvor. Stadt, Polizei, Kieler Yachtclub und die Marine zeigten sich am Sonntag rundum zufrieden. Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sprach von einer „wunderbaren Stimmung“, die mit Blick auf Kiels Olympia-Bewerbung für 2024 an der Seite Hamburg goldmedaillenreif sei.

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Die Windjammerparade lockte zahlreiche Besucher an die Förde.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Ein Höhepunkt der Kieler Woche war am Sonnabend die traditionelle Windjammerparade, die von der „Gorch Fock“ angeführt wurde. 120000 Zuschauer verfolgten das maritime Spektakel an Land und auf dem Wasser.

Bestes Wetter mit einem „Mix aus Sonne und Wolken“ und eine Vielfalt, die die Gäste aus aller Welt beeindruckt – das sind aus Sicht des Oberbürgermeisters die Hauptgründe für den Besucherandrang: „Die Kieler Woche ist eben Sommerfest, Segelveranstaltung und ganz viel mehr“. Bereits im vergangenen Jahr waren 3,5 Millionen Besucher zum Fest geströmt. Polizei und Stadt ermitteln die Besucherzahlen, indem sie diese jeweils zu verschiedenen Terminen an verschiedenen Orten erfassen, miteinander vergleichen und auf die gesamte Festwoche hochrechnen.

Mehr Besucher, aber weniger Straftaten: Mit 68 sank nach Angaben der Polizei die Zahl der Roheitsdelikte (66 Körperverletzungen und zwei Raubstraftaten) gegenüber dem Vorjahr um 26. Es sei eine besonders friedliche Kieler Woche gewesen, lobte Direktionsleiter Thomas Bauchrowitz gestern. Insgesamt musste die Polizei zu 2497 Einsätzen (2329 im Jahr 2014) ausrücken, davon 371 mit direktem Kieler Woche-Bezug. Eine gute Nachricht kam auch von den Jugendstreifen: Von 390 angesprochen Kindern und Jugendlichen mussten nur drei an Eltern übergeben werden. 18 Volltrunkene verbrachten die Nacht auf dem Revier. Auch vier Personen, die dem Platzverweis nicht nachkamen, landeten in Gewahrsam. Die Polizei verordnete insgesamt 95 Platzverweise.

Ähnlich positiv fiel die Bilanz der Wasserschutzpolizei aus, die von lediglich zwei größeren Einsätzen berichtete: Ein Segler verletzte sich bei starkem Wind schwer, ein Kutter mit elf Menschen an Bord kenterte nach der Windjammerparade. Sehr zufrieden waren auch die Marine und die Seglervereine. Carsten Krage, Vorsitzender des Kieler Yacht-Clubs, bestätigte, dass sich der Segelsport „bei tollem Wind“ in der Kieler Woche bestens gerüstet für Olympia fühlt. 4000 Segler aus 42 Nationen hatten an der Großveranstaltung teilgenommen. Fregattenkapitän Frank Martin freute sich: „Mit fast 50 Einheiten aus zehn Nationen und insgesamt 4600 Soldaten war der Stützpunkt so voll wie lange nicht mehr.“ Die Kieler Woche endet traditionell am Sonntagabend mit einem Feuerwerk über der Förde.

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Wenn die Verantwortlichen nach einer Großveranstaltung wie der Kieler Woche eine positive Bilanz ziehen, dann sorgen sie damit selten für eine Überraschung. Friedlich, fröhlich und rundum gelungen sei diese Kieler Woche gewesen, hieß es am Sonntag mal wieder unisono im Rathaus.

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