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Kieler Woche 2015 Mary Jane Killed The Cat setzen sich durch
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11:08 24.06.2015
Von Kai-Peter Boysen
Jetzt wissen alle, wo für ein Jahr der Hammer hängt: In Elmshorn, bei der Band Mary Jane Killed The Cat. Die Jungs gewannen mit ihrem Titel „Runaway“ eindeutig das Finale des Schleswig-Holstein-Hammers auf der NDR-Bühne am Ostseekai. Quelle: Björn Schaller

Acht Acts hatten sich für das Finale des von NDR 1 Welle Nord ausgelobten Hammer-Pokals über ein Online-Voting qualifiziert. Alle gingen dabei erstmalig mit eigenen Songs an den Start, das Publikum konnte über den Dezibelwert des „Applausometers“ die Songs bewerten, während die Jury aus dem Sänger Michy Reincke, der Moderatorin Vèrena Püschel sowie Cindy und Walter vom Vorjahressieger Frühstückbeat jeweils maximal zehn Punkte vergeben konnten.

Die schwere Last des Auftaktes nahm die Band Rükkenwind gelassen, ihr flockiger Song „Die Dinge“ wurde von Cindy als echter „Kieler-Woche-Titel“ ausgemacht, Michy Reincke sah einen „tollen Act“.

Jetzt wissen alle, wo für ein Jahr der Hammer hängt: In Elmshorn, bei der Band Mary Jane Killed The Cat. Die Jungs gewannen mit ihrem Titel „Runaway“ eindeutig das Finale des Schleswig-Holstein-Hammers auf der NDR-Bühne am Ostseekai.

Ganz spritzig nach Neue Deutsche Welle klang der Titel „Dein Kleid“ von der Band beige um Sängerin Mandy.

Mit lautstarkem Fanclub waren Schreiber aus Bad Segeberg angereist, die Sieger des Online-Votings rockten mit "Wenn jetzt nichts passiert" solide ab, Cindy sah „eine absolut coole Performance“, die am Ende für Platz Drei reichte.

„Eine leise Kontrastnummer“ (Vérena Püschel) war „The Days Of Wine And Song And Love“, die von Ute Schönherr und Gottfried Koch so zauberhaft verträumt intoniert wurde, dass man nach einer Blume suchte, um sie sich ins Haar zu stecken.

Volle Punktzahl gaben Cindy und Walter für die Rockband La Frontera Victoriana, die mit ihrem Steampunk-Outfit zwar "Kein Luftschiff weit und breit" sahen, dafür aber nach kurzen technischen Problemen eine, laut Michy Reincke, „mannschaftlich runde Sache“ ablieferten.

Einziger Solist war der 19-jährige Malte Schöning, der wacker seinen mit feiner Ironie gestrickten Song „Tschüs“ präsentierte.

Dann kamen Mary Jane Killed The Cat und räumten ab, hatten das Publikum mit ihrem eingängigen, bombastrockigen Song „Runaway“ inklusive Mitsingspielchen voll im Griff. Super Bandleistung, reifer Song, der dieser großen Bühne würdig war. „Die beste Band, die jemals aus Schleswig-Holstein gekommen ist“ hatte Michy Reincke gesehen. Da ist was dran, aber vielleicht sollte er sich hier mal häufiger umhören.

Nach so einem fulminanten Auftritt hatten es Cathrine Jauer & Band mit ihrem Gypsy-Popsong „You Want Me To Dance“ natürlich schwer, aber der Swing und die tolle Stimme der Nordfriesin verhalfen ihr letztlich zum zweiten Platz.

Auf Mary Jane Killed The Cat wartet jetzt der nächste Auftritt auf einer großen NDR-Bühne: Beim Schleswig – Holstein Netz Cup 2015 im September.

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