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Bergstraße wurde zur Rennpiste

Seifenkisten auf der Kieler Woche Bergstraße wurde zur Rennpiste

Rekordbeteiligung auf der Bergstraße: Zum Seifenkistenrennen der Kieler Woche gingen am Sonntag 74 Rennpiloten mit 46 bunten und teils abenteuerlichen Fahrzeugen auf die Piste.

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Die Bergstraße wurde zur Rennpiste umgewandelt.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Von einer Startrampe ging es in mehreren Läufen und mit jeweils zwei Kisten die 230 Meter lange Strecke hinab. Das Spektakel lockte bei bestem Rennfahrerwetter erneut Tausende Schaulustige an die Strohballen.

Den Startschuss lieferten pünktlich um 13 Uhr Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer sowie Hans W. Hansen, Obermeister der organisierenden Kfz-Innung Kiel-Neumünster. Diesmal hatte – anders als im vergangenen Jahr – der Oberbürgermeister trotz windschnittigem Fahrverhaltens das Nachsehen. Hansen sorgte mit einer schwereren Kiste und einigen Wagenlängen Vorsprung für den Ausgleich im Wettbewerb des ersten Rennens.

Die Bergstraße wurde zum Abschluss der Kieler Woche zur Rennpiste umfunktioniert: Beim traditionellen Seifenkistenrennen ging auch Kiels Oberbürgermeister Ulf kämpfer an den Start.

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Schon Wochen vor dem Spektakel waren alle Startnummern an Rennfahrer aus ganz Norddeutschland vergeben. Zum ersten Mal mit dabei: 13 Kinder aus dem Jugendtreff „Kiste“ in Mettenhof – darunter auch Jungs aus Flüchtlingsfamilien – die dank Sponsoren in Leihwagen starten konnten. Eine straffe Organisation sowie Dutzende Helfer von Kfz-Innung, Feuerwehr und dem Motorsportclub Nordmark sorgten am Sonntag dafür, dass das Rennen zeitlich nicht aus dem Ruder lief und am Nachmittag alle Kisten sicher im Ziel gelandet waren. Gefahren wurde in zwei Rennklassen: der Junior- und der Senior-Fördeklasse; die Starter waren zwischen acht und 64 Jahre alt.

Auch der elfjährige Justin ging wieder an den Start. Nachdem er im vergangenen Jahr mit seiner Kiste „Tiger“ für staunende Blicke gesorgt hatte, packte ihn vor wenigen Wochen erneut der Ehrgeiz. Spätestens als er einen alten Zeitungsausschnitt mit seinem Foto sah, war klar: Zusammen mit Vater und Chefkonstrukteur Rainer Pasternak musste an einer neuen Kiste gebaut werden. Das Ergebnis hieß „Falter“ und war aus zwei Rollstühlen zusammengeschraubt. Zumindest im ersten Durchgang hatte der „Falter“ aber keine Chance gegen eine windschnittige Konkurrenz aus Holz. Pilot Justin nahm es sportlich: „Ich war zwar nicht der Schnellste, geärgert habe ich mich aber nicht.“

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