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Einschlägige Kundschaft im Blick

Sicherheitskonzept zur Kieler Woche Einschlägige Kundschaft im Blick

Sicherheit zur Kieler Woche: Die Kieler Polizei vertraut auf bewährtes Konzept.

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Das Sicherheitskonzept der Polizei zur Kieler Woche steht.

Quelle: Daniel Reinhardt/dpa

Kiel. Das Sicherheitskonzept steht, eine Gefährdungslage zur Kieler Woche gibt es nach Aussage der Polizei aber nicht: Seit sechs Wochen sind zwei Beamte gemeinsam mit Mitarbeitern von Stadt, Feuerwehr und anderen Hilfsorganisationen unterwegs, um zu gewährleisten, dass die Festwoche reibungslos abläuft. In diesem Jahr spricht die Polizei keine Aufenthaltsverbote gegen Personen für die Veranstaltung aus, hat aber ihre „einschlägig bekannte Kundschaft“ im Blick.

 Das Kieler-Woche-Gelände ist wieder als gefährlicher Ort deklariert. Damit hat die Polizei weitreichendere Möglichkeiten für Kontrollen. Die Sicherheitskonzepte für die einzelnen großen Bühnen haben die Veranstalter erstellt. Dazu gehören ausreichende Fluchtwege und Zugangsmöglichkeiten für die Rettungskräfte sowie die Auswahl des Sicherheitspersonals. Eine geringe Anzahl an Security-Leuten hielt die Polizei nach einem Austausch mit dem Gewerbeamt aus nicht genannten Gründen für ungeeignet. Die Veranstalter haben jetzt die Auflage, für Ersatz zu sorgen. „Über alles andere sind wir sehr zufrieden. Von Jahr zu Jahr spielt sich die Zusammenarbeit immer besser ein“, sagte Bernd Triphahn, der für die Polizei seit elf Jahren die Planungen begleitet. So wurden an der Hörn jetzt beispielsweise Traversen aufgestellt, die die Besucherströme vernünftig in Bahnen leiten sollen.

 In der Vergangenheit hatte die Polizei gegenüber den ihr bekannten Intensivtätern, die immer wieder mit Schlägereien oder Raubüberfällen aufgefallen waren, Aufenthaltsverbot auf dem Kieler-Woche-Gelände ausgesprochen. „Wir haben das wieder geprüft, schließen jetzt aber keine Person aus. Das ist auch eine heftige Maßnahme“, so Triphahn. Sollte es dennoch zu wiederholten Ausschreitungen von Störern kommen, können die Beamten gegen sie Platzverweise aussprechen. Vier mobile Wache gibt es, an denen Besucher Anzeigen aufgeben oder Hilfe suchen können. Sie stehen an der Hörn, vor dem Hauptbahnhof, gegenüber der Kunsthalle und an der Reventlouwiese am Düsternbrooker Weg. Die Beamten der Falckwache kontrollieren die Innenstadt.

 Wenn täglich Tausende Menschen in der Stadt feiern, muss auch die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort sein. „Wir bekommen wieder Verstärkung von der Bereitschaftspolizei aus Eutin“, erklärte Triphahn. Eine genaue Anzahl wollte er nicht nennen. Nach G7-Finanzgipfel in Lübeck, dem Staatsbesuch des israelischen Staatspräsidenten Reuven Rivlin und dem G7-Gipel in Elmau steht der Polizei mit der Großveranstaltung die nächste Belastungsprobe bevor. Wie es aus Polizeikreisen heißt, seien die Beamten erschöpft. Viele planerische Absprachen mit Einsatzkräften erfolgten am Telefon, weil die Männer und Frauen im Kurzurlaub seien, um Kraft für die turbulenten zehn Tage zu tanken.

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