23 ° / 15 ° Gewitter

Navigation:
4000 Segler auf der Förde erwartet

122. Kieler Woche 4000 Segler auf der Förde erwartet

Zur 122. Kieler Woche vom 18. bis 26. Juni erwarten die Veranstalter eine volle Kieler Förde. Rund 4000 Seglerinnen und Segler sowie 1500 Boote werden im 134. Jahr seit ihrer ersten Auflage zur weltweit größten Segel-Regatta erwartet.

Voriger Artikel
Seifenkistenrennen: Auf die Plätze, fertig, los
Nächster Artikel
Ritter Kruse von der Drachenkoppel

Zur 122. Kieler Woche vom 18. bis 26. Juni erwarten die Veranstalter eine volle Kieler Förde.

Quelle: Ulf Dahl (Archiv)

Kiel/Hamburg. Back to the roots – nach diesem Motto will sich die Kieler Woche nach der gescheiterten Olympia-Bewerbung von Hamburg und Kiel wieder auf ihre Stärken und Kernkompetenzen besinnen. „Wir sind attraktiv auch ohne Olympia“, sagte Organisationschef Dirk Ramhorst im Rahmen der Kieler-Woche-Pressekonferenz im Showroom von Gaastra in Hamburg. „Professionelles Race- und Regatta-Management, eingebettet in eine großartige Veranstaltung“, lautet das Credo.

So kann Kiel auch von der gescheiterten Olympia-Bewerbung profitieren. Finanzielle Zusagen des Landes Schleswig-Holstein zur Förderung des Segelsports und der Infrastruktur in Kiel-Schilksee etwa gelten weiterhin, die Maßnahmen sollen nach wie vor umgesetzt werden.

Die Organisatoren rechnen in diesem Jahr mit rund 4000 Seglern in 1500 Booten – in einem Olympiajahr sind die Meldezahlen traditionell nicht rekordverdächtig. Und doch ziehen einige Olympiateilnehmer das saubere Wasser der Kieler Förde in der Vorbereitung auf die Spiele Rio vor, etwa die Neuseeländer Peter Burling/Blair Tuke im 49er. Die olympische Klasse der 470er trägt im Rahmen der Kieler Woche außerdem ihre Junioren-Weltmeisterschaft aus, die Bundesliga-Einheitsklasse J/70 sucht ihre Europameister. „Internationale Meisterschaften sind ein Kernelement der Kieler Woche“, erklärte Ramhorst.

Deutsche Meisterschaft und Generalprobe

Der 470er-Nachwuchs wird wohl 100 Boote auf die Kieler Förde bringen, bei der boomenden J/70 werden mehr als 60 Boote in Kiel erwartet. „In Deutschland gab es lange kein Boot, das die Segler vereint hat“ schwärmt Carsten Kemmling. Der Hamburger ist unter den mehr als 35 deutschen Crews ein Kandidat für ganz vorne, mindestens die Top Ten. „Es ist aber schwer, sich im Vergleich mit den internationalen Profi-Teams einzuschätzen.“

Für die ORC-Klassen ist die Kieler Woche gleichzeitig internationale deutsche Meisterschaft und Generalprobe für die WM in Kopenhagen. Mit dabei ist in der ORC-III-Klasse die zweite reine Frauen-Crew der Seesegler, Skipperin Anke Scheuermann bewies mit ihrer Mannschaft auf der „Akka“ schon zum Saisonauftakt bei der Maior, dass sie mit den Männern der Zunft mithalten können. Druck haben die Mädels nicht. „Wir wollen mit freiem Kopf in die Kieler Woche und die WM gehen“, erklärt Scheuermann.

Ein weiterer Höhepunkt ist die Verabschiedung des Audi-Sailing-Team-Germany in Richtung Olympische Spiele. Die deutschen Segler, die an den Spielen in Rio teilnehmen, werden am Dienstag, 21. Juni, um 17.30 Uhr in Schilksee öffentlich mit den besten Wünschen verabschiedet.

Um die Kieler Woche auch in diesem Jahr wieder dem Publikum nahezubringen, verbessert das von Audi gesponserte Kieler Woche TV seine Übertragung nochmals, etwa mit dem Einsatz von Drohnen. Auch das Live-Tracking und die Analysen von SAP wird es 2016 wieder geben, auch wenn das Software-Unternehmen seine Premium-Partnerschaft mit der Kieler Woche gekündigt hat.

Auch die HSH Nordbank ist mit ihrem Repair Service wieder unterwegs, um den Seglern bei Pannen oder Materialschäden auf dem Wasser zu helfen. Auch die Aktion „Gut für Kids“ steht wieder in den Startlöchern. Durch den Armbandverkauf hat die HSH Nordbank damit in den vergangenen Jahren bereits 120.000 Euro gesammelt, die Kindern in Sportvereinen zu Gute kommen.

Dazu präsentiert sich Kiel mit einer neuen Kieler-Woche-Kollektion von Gaastra in einem neuen Outfit. Das niederländische Label hat mit der Kieler Woche eine Partnerschaft über zehn Jahre abgeschlossen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Mehr aus Kieler Woche 2016 2/3