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Laith Al-Deen am Ostseekai

Blitz-Kritik Laith Al-Deen am Ostseekai

Laith Al-Deen sang auf der NDR-Bühne am Ostseekai. Ob und wie der "Mann eurer Träume" das Publikum begeistern konnte, steht in unserer Blitz-Kritik.

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Laith Al-Deen war gut drauf und begeisterte sein Fans.

Quelle: Michael Kaniecki

Der erste Eindruck

Kiel. Etwa tausend Menschen haben sich im Ostseekai vor der NDR-Bühne versammelt, es herrscht beste Atmosphäre - nein, die Leute sind gerade zu aufgeputscht, denn: Es regnet nicht. Dann endlich kommt „der Mann eurer Träume“, wie er angekündigt wird, auf die Bühne. Laith Al-Deen und seine gut aufgelegte Band beginnen zu spielen, und das Publikum in Kiel genießt die Atmosphäre irgendwo zwischen Festival-Stimmung, „Bilder von Dir“, unverwechselbarer Location und der Tatsache, dass es nicht regnet.

Das Programm

Speist sich zu großen Teilen aus Nummern des neuen Albums, das der Künstler im Juli veröffentlichen wird - und natürlich heiß geliebten Klassikern wie „Bilder von Dir“. Laith AL-Deen und seine Band verwöhnen das Publikum mit softem Pop, emotionalen Balladen, auch mal mit rockigen Klängen und Reggae-Tönen. Das Live-Akustik-Konzept, das der Sänger eigentlich für Auftritte in kleineren Clubs erarbeitet hat, tut der Stimmung keinen Abbruch - im Gegenteil, sie nimmt dem durchaus riesigen Areal rund um den Ostseekai die Anonymität und schenkt authentische Momente.

Das Publikum

Gemischt in allen Facetten, mit einem leichten Frauen-Überschuss. Von sechs bis sechzig Jahren waren so ziemlich alle Altersgruppen vertreten. Viele textsichere Fans, einige weniger textsichere Junggesellenabschiede.

Was in Erinnerung bleibt

Das kleine Mädchen, das auf den Schultern des Vaters den besten Blick auf die Bühne und einen ganz besonderen Abend zu haben schien. Witzig mit anzusehen, wie sie immer mutiger wurde, erst saß, dann stand, dann sich sogar traute eine Hand ihres Papas loszulassen, um Onkel Laith zuzuwinken. Laura, die die Songs von Laith Al-Deen auf der Bühne in Gebärdensprache übersetzte. Für Jene, die keine Gebärdensprache können, war es Ausdruckstanz par excellence. Und ein Laith Al-Deen, der seine Freude über das Kieler Publikum mit zahlreichen „Ja Mann“-Ausrufen ausdrückte und bei besonders großer Begeisterung ein inspiriertes „Doppelt Ja Mann“ verlauten ließ.

Fazit

Laith Al-Deen war gut drauf, hatte sichtlich Spaß auf der Bühne und ein fast schon vertrautes Verhältnis zum Kieler Publikum. So trat er gestern Abend zum zwölften Mal auf der Kieler Woche auf. Ein Abend, der für Laith Al-Deen Fans alles hielt, was er versprochen hatte und sogar noch mehr: Es regnete schließlich nicht.

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