13 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Moop Mama: Hip-Hop meets Blasmusik

Blitz-Kritik Moop Mama: Hip-Hop meets Blasmusik

Bei Moop Mama treffen zwei Welten aufeinander. Trotzdem funktioniert das auf der Kieler Woche wunderbar. Rapper Keno flowt seine gesellschaftskritischen Texte auf die Beats, die ihm ganz analog von Bläsern und Percussionisten vorgelegt werden und erfindet ganz nebenbei die Musikrichtung neu.

Voriger Artikel
Aktuelle News zur Kieler Woche, Tag 6
Nächster Artikel
Es dreht sich um Politik und Segeln

Moop Mama bei der Kieler Woche.

Quelle: Manuel Weber

Der erste Eindruck

Allein durch die Masse an Menschen ist die zehnköpfige Brass-Band Moop Mama unübersehbar. Eine rote Welle schwappt auf die Bühne. Rapper Keno fährt lässig zu "Die Erfindung des Rades" mit dem BMX auf die Bühne. Hier wird nichts dem Zufall überlassen.

Das Programm

Moop Mama wollen Geburtstag feiern. Und zwar den Ihres neuen Albums M.O.O.P.Topia, das Ende Mai erschienen ist. Deshalb stehen die neuen Lieder im Vordergrund. Während "Lösch das Internet" und "Alle Kinder" durchwegs positiv vom Publikum aufgenommen werden, sorgt "Face Dance" eher für Verwunderung. Das liegt womöglich an der Aufforderung, den sogenannten "Gesichtstanz" mitzumachen.

Hier sehen Sie Bilder von Moop Mama auf der Kieler Woche

Zur Bildergalerie

Das Publikum

Mädchen in Jumpsuits mit floralen Mustern, Jungs mit Basecap und T-Shirt. Moop Mama ist eher eine Band für die jüngere Generation. Das studentische Publikum lässt das Bergfest der Kieler Woche mit dem Konzert an der Hörn beginnen, um im Anschluss auf dem Muddi Markt zu feiern.

Die Stimmung

Was mit gemütlichem Wippen und Nicken begann, entwickelte sich Richtung Ende der Show ausgelassenem Tanzen, mitklatschen und singen.

Was in Erinnerung bleibt

Die Mitmachaktionen: Von "Oh Yeah"-Rufen über Klatsch-, Tanz- und Flüsterparts war alles dabei. Wem solche Aktionen gefallen, kam an der Hörn voll auf seine Kosten.

Fazit

Live sind Moop Mama fast unschlagbar. Bei so viel Manpower weiß der Zuschauer gar nicht so recht, wo er zuerst hinschauen soll. Überall ist Action. Das motiviert auch zur Mitte der Kieler Woche, noch einmal die Kräfte zu mobilisieren und seine Hüften zu schwingen. Kleiner Wehrmutstropfen: Das Programm ist zwar durchdacht und unterhaltsam, bietet aber für die Kieler, die vor ein paar Wochen im Schrevenpark waren, keine Überraschungen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Mehr aus Kieler Woche 2016 2/3