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Kieler Woche 2016 Viel Nostalgie mit Gustav Peter Wöhler
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10:58 24.06.2016
Von Alev Doğan
Die Gustav Peter Wöhler Band verwöhnte das Kieler Publikum auf der Krusenkoppel mit ihrer „Shake a little“-Tour und viel Nostalgie Quelle: Ulf Dahl

Der erste Eindruck

Es ist voll. Sehr voll. Bis die Band auf die Bühne tritt, ist das Publikum erst mal mit etwas anderem beschäftigt: auspacken. Die Krusenkoppel wird zu einem gigantischen Picknickfeld. Dann erscheint die Band, das Publikum applaudiert, sofort ist klar: Gustav Peter Wöhler hat seine Zuhörer fest im Griff. Das erste Lied bringt auf den Punkt, wohin die Reise gehen wird: „Let‘s spend the night together“ von den Rolling Stones.

 

Das Programm

Nennt Wöhler die „Arthrose-Tour 2016“, heißt offiziell „Shake a little“ und beinhaltet Stücke quer durch die Genres, Jahrzehnte und Kontinente. Wöhler covert neben altbekannten Megastars wie den Stones, dem Electric Light Orchestra und The Bangles auch weitgehend unbekannte Nachwuchskünstler wie die Singer/Songwriterin Mindy Smith aus den USA.

 

Das Publikum

Beginnt pünktlich um 20.30 Uhr zu klatschen – auch wenn nervöses Flüstern durch die Reihen geht „Ist es nicht unhöflich, den Künstler herzuklatschen?“ – Egal, sclließlich ist es 20.30 Uhr! Wer jetzt aber denkt, hier sei nur Spießbürgertum vertreten, hat weit verfehlt. Große Schilder am Eingang der Krusenkoppel, die die Mitnahme von Glasflaschen verbieten, halten niemanden auf, drei Flaschen Grauburgunder mitzubringen und zu den Friakdellen aus der Tupperdose zu verköstigen. Rock’n’Roll kennt eben kein Alter.

 

Was in Erinnerung bleibt

Die verfehlte Prognose Wöhlers. „Ich weiß ja nicht warum, aber ich habe das Gefühl, dass Großbritannien für einen Verbleib in der EU votieren wird.“ Auch wenn die meisten sicher dieses Gefühl teilten, ist seit heute bekannt, dass es immer anders kommt, als man denkt. Umso schöner im Rückblick die Hommage der Band an den Brit-Pop.

 

Fazit

Gustav Peter Wöhler, seine Band und das Kieler Publikum – es war ein wenig wie ein Klassentreffen. Man kennt sich, man mag sich, man hat in seiner Jugend dieselbe Musik gehört, hat den gleichen Humor. Der Klassen-Entertainer Wöhler hat zusätzlich noch eine beachtliche Stimme und eine großartige Band im Rücken: So konnte lachend, schunkelnd und ausgelassen ein wenig in Nostalgie geschwelgt werden.

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