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Django Deluxe: Swingin’ in the Rain

Blitz-Kritik Django Deluxe: Swingin’ in the Rain

Zum ersten Mal in der Geschichte der NDR Bühne präsentierte sich am Montag der Sender NDR Kultur dem Kieler-Woche-Publikum. Gegen den Dauerregen hatte dessen mitgebrachtes Aushängeschild, die NDR Bigband, allerdings wenig Chancen. Da konnten auch die hochkarätigen Gäste Django Deluxe nicht mehr viel ausrichten.

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Django Deluxe und die NDR Bigband traten erstmals gemeinsam auf der Kieler Woche auf.

Quelle: Frank Peter

Der erste Eindruck

Kiel. Vor überschaubarer Publikumsschar und gewissermaßen mit ihr im Regen zu stehen, zählt zu den regulären Optionen der Kieler-Woche-Stars. Die NDR Bigband und das Hamburger Duo Django Deluxe begegnen dieser Situation mit stoischer Professionalität und präsentieren opulent arrangierten Gypsy-Swing in Reinkultur. Allerdings moderiert Bigband-Kopf Jörg Achim Keller den Auftritt dabei so einsilbig, dass zwangsläufig der Charakter einer Pflichtübung entsteht.

Das Programm

Im Fokus des einstündigen Programms steht die Musik der gemeinsamen CD „Driving“ von 2015. Für die, die nach der Pause noch durchgehalten haben, spielt die NDR Bigband später dann noch einmal alleine und wagt sich dabei in groovigere Gefilde vor.

Das Publikum

Die Gäste verharren wacker unter den Budendächern, Schirmen oder ausgeteilten Regencapes. Trotz widriger Umstände scheinen die, die da sind, guter Dinge zu sein.

Was in Erinnerung bleibt

Zuallererst natürlich Giovanni Weiss’ großartige Gitarrenkünste, die charmanten Vocals von Gastsängerin Polina Vita, eine all dies sensibel grundierende NDR Bigband – und die Frage, warum man solche Schätze nicht besser präsentiert.

Fazit

So ganz reif für die Kieler Woche scheint die NDR Bigband noch nicht zu sein, auch wenn sie mit Django Deluxe einen Pfund auf der Bühne hatte, mit dem sich beträchtlich wuchern ließ. Wenn der Funke aber beim nächsten Mal überspringen soll, bedarf es zweifellos eines Performance-Coachings.

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