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Bis zur Kieler Woche soll alles fertig sein

Fähranleger Schilksee Bis zur Kieler Woche soll alles fertig sein

Das marode Abschlussbauwerk am Südende des Olympiahafens ist Geschichte. Seit Mitte Oktober laufen die Arbeiten für den Neubau mit Zugangssteg und beweglichem Ponton. Der Zeitplan bleibt straff, noch vor der Kieler Woche, die am 18. Juni beginnt, soll die Baumaßnahme abgeschlossen sein.

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Mitarbeiter der Züblin Wasserbau GmbH bauen derzeit an dem Fangedamm, der die alte Mole umschließen soll. Die seitlichen Spundwände werden von Stahlbetonplatten (links) geschützt.

Quelle: Ingrid Haese

Schilksee. Die alte Stahlbetonbrücke war stark sanierungsbedürftig, war von Rissen durchzogen, wies erhebliche Korrosionsschäden auf. Seit 1963 wurde sie genutzt, am Fähranleger machten die Schiffe der Schlepp- und Fährgesellschaft Kiel fest, über den Steg auf nördlicher Seite liefen die Skipper aus dem Sporthafen. Die Kieler Ratsversammlung segnete am 16. Januar 2014 schließlich den Brückenneubau ab. Die Pläne geben eine 6,5 Meter breite und gut 70 Meter lange Stahlbetonbrücke mit Metallgeländer und Beleuchtung vor. Treppen und eine Rampe führen nach etwa der halben Brückenstreckenlänge zum Zugangssteg. Er ist auf der südlichen Seite im rechten Winkel angesetzt, liegt auf dem 15 mal 15 Meter großen Anlegeponton. Das Investitionsvolumen für das Gesamtvorhaben liegt bei 3778000 Euro brutto. Die Landesweite Verkehrsservicegesellschaft trägt 40 Prozent der förderfähigen Kosten. Bauherr für den integrierten Steg ist die Sporthafen Kiel GmbH. Für das Verlegen des neuen Regenwasserkanals in den Brückenkörper wurden 129000 Euro brutto veranschlagt.

Im Auftrag des städtischen Eigenbetriebs Beteiligungen baut die Berliner Firma Züblin Wasserbau GmbH derzeit an dem „Fangedamm“, der die alte Mole umschließen soll. Die seitlichen Spundwände sind tragend und werden von Stahlbetonplatten geschützt. Da sich die Stahlspundbohlen beim Eintreiben längen können, müssen die Platten der Vorhangfassade maßgefertigt werden. „Die Spundbohlen sind gegenseitig verankert, der Spundwandkasten sorgt für Stabilität, die Vorhangfassade ist gestalterisches Element und Schutz vor Korrosion“, verdeutlichte Oberbauleiter Ivo Heimann von der Firma Züblin Wasserbau GmbH beim Termin auf der Baustelle. Nach dem Verfüllen wird der Fangedamm mit Stahlbetonplatten auf der Oberfläche abgeschlossen. Der Oberbauleiter geht davon aus, dass diese Arbeiten bis Mai erledigt sein werden. „Das Spannende an dieser Maßnahme in Schilksee ist für mich auch, dass wir hier mit den verschiedensten Gewerken Hand in Hand arbeiten, dazu gehören zum Beispiel Wasserbauer, Gerätefahrer, Taucher, Schweißer, Tiefbauer und Vermesser“, so Ivo Heimann weiter.

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