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„Sedov“ kommt nicht zur Windjammerparade

Kieler Woche 2016 „Sedov“ kommt nicht zur Windjammerparade

Das Segelschulschiff „Sedov“ kommt nicht zur Windjammerparade der Kieler Woche. Die russischen Betreiber haben den Kiel-Besuch kurzfristig absagt. Grund sei eine Reparatur am Schiff in Kaliningrad.

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Windjammerparade ohne russischen Teilnehmer: Die "Sedov" wird in diesem Jahr nicht bei der Kieler Woche dabei sein.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Die 1921 als „Magdalene Vinnen“ in Kiel auf der Germania-Werft gebaute „Sedov“ war in der Kieler Woche-Planung das größte Segelschulschiff. Der Viermaster sollte auf der Position B1 im Windjammer-Konvoi hinter der „Thor Heyerdahl“ die Parade am 25. Juni mit anführen. Ihren Platz wird jetzt ein anderes Segelschiff übernehmen. „Wir haben uns für die ‚Zuversicht‘ entschieden. Das Schiff kommt aus Kiel und macht eine hervorragende Jugendarbeit“, sagt Hafenkapitän Michael Schmidt. Er koordiniert die Windjammerparade zur Kieler Woche.

Die Absage der „Sedov“ findet Hafenkapitän Michael Schmidt sehr schade. „Das Schiff ist natürlich immer ein Höhepunkt“, so Schmidt. Grund für die Absage sind Reparaturarbeiten, die sich verzögern. Die „Sedov“ sollte eigentlich am 15. Juni Kaliningrad verlassen und am 20. Juni in Kiel festmachen. Doch die Abfahrt des Segelschulschiffes verschiebt sich nun um mehrere Tage. Geplant sei, dass das 117 Meter lange Schiff erst in der kommenden Woche ausläuft, heißt es bei der Agentur. Kieler-Woche-Besucher werden das Segelschulschiff der Universität Murmansk dennoch zu sehen bekommen - wenn auch aus der Ferne: Am 26. Juni, dem letzten Tag der Kieler Woche, wird die "Sedov" in der Strander Bucht Passagiere von einem Schlepper der Kieler Reederei SFK übernehmen. Danach wird das Segelschulschiff direkt Kurs auf Skagen nehmen und weiter nach Wilhelmshaven fahren. Der Besuch an der Jade wird am 30. Juni wie geplant erfolgen.

Nach der „Gorch Fock“ fehlt mit der „Sedov“ ein weiterer Stammgast der Windjammerparade in Kiel. Dennoch hat die Windjammerparade am 25. Juni eine stattliche Flotte zu bieten. Über 90 Segelschiffe sowie gut ein Dutzend Dampf- und Motorschiffe werden am zweiten Kieler-Woche-Sonnabend um 11 Uhr vor dem Marinestützpunkt an die Startlinie gehen. Erstmals dabei ist das portugiesische Segelschulschiff „Santa Maria Manuela“. Der 1937 gebaute Viermaster aus Lissabon ist gegenwärtig auf Ostseereise.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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Foto: Großes Seglertreffen im Hafen Kiel: Im Vordergrund segelt die "Sedov" vor der "Sailing Yacht A" in die Förde ein.

Zwei der größten Segelschiffe der Welt sind zusammen in Kiel. Am Freitagmittag hat das russische Segelschulschiff "Sedov" im Rahmen seiner Sommerreise in der Hörn festgemacht. Beim Einlaufen passierte die 117 Meter lange Viermastbark die "Sailing Yacht A", die mit 142 Metern längste private Segeljacht.

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