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Windjammerparade im Schmuddelwetter

+++ MIT VIDEO +++ Windjammerparade im Schmuddelwetter

Die Windjammerparade zur Kieler Woche 2016 faszinierte trotz Regen als maritimer Traum. Bei den Zuschauern fordert das Wetter allerdings seinen Tribut.

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Kurz vor der Windjammerparade zur Kieler Woche setzte Regen ein. 

Quelle: Frank Peter

Kiel. Regen prasselt aufs Deck, der Wind bläst direkt von vorn, aber die „Thor Heyerdahl“ setzt am Sonnabend in der Kieler Förde dennoch alle Segel. Schließlich ist der Dreimaster das Flaggschiff der diesjährigen Kieler Windjammerparade mit mehr als 100 Schiffen, viele Groß- und Traditionssegler, aber auch Dampfschiffe und Begleitfahrzeuge. Am Steuerrad steht eingehüllt in Regenzeug Ruth Merk (48). Die Lehrerin und Dozentin aus Bayern, die seit zehn Jahren im Norden lebt und zur Stammbesatzung gehört, hält den Kurs.

Die „Thor Heyerdahl“ ist ein pädagogisches Schulschiff und wird von einem Verein betrieben, bereits 35 000 Kinder und Jugendliche lernten hier schon auf Törns rund um den Globus Verantwortungsbewusstsein und Gemeinschaftssinn. „Du kannst nichts allein auf solch einem Segelschiff erreichen, sondern bist aufs Team angewiesen“, sagt Merk.

Segeln weckt Emotionen

Unter dem Sonnensegel, das diesmal als Regenschutz über dem Mitteldeck dient, genießt Vizeadmiral Andreas Krause die Ostseetour. Nein, sagt der Inspekteur der Marine, solch eine Fahrt wird nie zur Routine. „Segeln weckt immer Emotionen.“

Punkt 11 Uhr, auf Höhe der Kiel-Holtenauer Schleusen des Nord-Ostsee-Kanals, lässt der Paradedirektor Stefan Borowski zwischen zwei Tonnen als Startlinie das Typhon als Startsignal ertönen. „Wir wünschen eine gute und vor allem sichere Windjammerparade“, hatte zuvor die Einsatzzentrale durchgefunkt.

In sechs Kolonen folgen die mehr als 100 Schiffe, die Reihenfolge ist genau festgelegt. Zu den Hinguckern gehören der norwegische Dreimaster „Christian Radich“ mit Vollschiff-Takelage, der Viermast-Gaffelschoner „Santa Maria Manuela“ aus Portugal, der niederländische Zweimast-Toppsegler „Wylde Swan“ und der Zweimaster „Roald Asmussen“ aus Eckernförde. Segel gesetzt haben die „Twister“ und auch die „Mercedes“.

Tausende Besucher bei der Windjammerparde

Nach etwa gut fünf Seemeilen bei Laboe mit dem berühmten Marine-Ehrenmal ist die Parade offiziell zu Ende, Tonne vier und Tonne fünf bilden die Ziellinie. Die Schiffe müssen aber alle noch eine gute Strecke weiter gerade aus fahren, damit es zu keinen gefährlichen Situationen kommt.

Hier sehen Sie Bilder von der Windjammerparade 2016 zur Kieler Woche

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Tausende Menschen säumen nach Angaben der Wasserschutzpolizei die Ufer, die Anleger in Falkenstein oder bei Laboe sind mit hunderten Zuschauern überfüllt, ebenfalls die „Hamburg“, ein moderner Ausflugsdampfer von der Elbmetropole. Vergangenes Jahr kamen 120 000 Zuschauer. „Diesmal sind es wegen des Wetters weniger“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei. Auch aus der Politik ist es einer weniger: Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat wegen einer Erkältung kurzfristig abgesagt.

Der Regen kann Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD) die gute Laune nicht erschüttern. „Weniger als Sturm ist gutes Wetter - machen wir die Sache rund“, sagt beim Start. Später - Laboe ist schon in Sicht - freut er sich aber auch, als der Regen eine Pause macht.

Die Windjammerparade 2016 in Bildern

Die Kieler Nachrichten haben die Windjammerparade an Bord und von Land verfolgt. Doch wir freuen uns auch über Ihre Fotos: Wenn Ihnen ein toller Schnappschuss gelungen ist, dann teilen Sie Ihn mit uns. Und so gehts: Laden Sie Ihr Bild von der Windjammerparade in unserem Fotouploadtool hoch. Danach erscheinen ihre Aufnahmen in folgender Fotostrecke.

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Werner Suthe hat das Abschlussfeuerwerk vom Ostufer aus betrachtet.

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Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

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