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Unbekümmerte Begeisterung für dieses verrückte Meer

Kieler Woche Unbekümmerte Begeisterung für dieses verrückte Meer

Leslie G. Hunt ist Künstler, US-Amerikaner und lebt seit 1986 in Frankfurt am Main. Zur Kieler Woche wird er in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten seine Werke verkaufen und signieren. Exklusiv für die Kieler Woche: Ein Fine Art Print mit dem Titel „LebensART Kiel“

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Der US-Künstler Leslie G. Hunt hat exklusiv für die Kieler Woche ein Fine Art Print entworfen.

Quelle: Leslie G. Hunt (Auszug)

Kiel. „Es gibt Städte, die haben eine Lebensart und welche, die haben keine. Mir würde nie einfallen, von einer Frankfurter Lebensart zu sprechen.“ Leslie G. Hunt ist Künstler, US-Amerikaner und lebt seit 1986 in Frankfurt am Main. Zur Kieler Woche wird er als Gast der beiden Galeristen Frank Reimer und Anja Petrich in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten seine Werke verkaufen und signieren. Exklusiv für die Kieler Woche: ein Fine Art Print mit dem Titel „LebensART Kiel“.

Eine Frage drängt sich auf: Ganz ehrlich, Herr Hunt, wie gut kennen Sie Kiel? „Ich gebe zu, ich war bisher nur einmal in Kiel. Aber das hat schon gereicht.“ Und die hiesige Lebensart, die hänge untrennbar mit der See zusammen. „Wissen Sie, wenn ein Ort am Meer liegt – und es macht keinen Unterschied an welchem Meer – dann herrscht dort immer eine besondere Atmosphäre.“ Ob es nun das Palmen-gesäumte Mittelmeer sei oder die raue Ostsee. Sein Hang „zu allem Maritimen“ hängt mit seiner Vita zusammen: In Los Angeles aufgewachsen, weilt er heutzutage zum Arbeiten oft an der Côte d’Azur. Seine Affinität zum Meer sieht man auch den Werken an, die er für die Edition „LebensART Kiel“ erstellt hat.

"Echt verrücktes Kiel-Blatt"

„Im April bin ich nach Kiel gekommen, um Impressionen für meine Arbeiten zu sammeln – und ich hatte wahnsinniges Glück mit dem Wetter.“ Strahlender Sonnenschein habe ihn im Norden willkommen geheißen. „Auf meiner Exkursion quer durch die ganze Stadt und das Umland konnte ich viel fotografieren und so entwickelte sich auch eine Idee in meinem Kopf.“ Er habe gewusst, dass er nicht das Kieler Stadtbild darstellen wollte, sondern „ein verrücktes Kiel-Blatt“. Und das ist es auch geworden. Mit Gouachefarben und feinsten Pinseln, äußerster Präzision und detailverliebter Feinheit hat der Künstler den Kieler Mikrokosmos zu einem außergewöhnlichen Kunstwerk zusammengefügt. Segelboote, Leuchttürme, das Rathaus, Möwen und so vieles mehr, was dem gemeinen Kieler kaum mehr auffallen mag, zeigt Hunt mal realitätsnah, mal verwirrend entrückt, dass der Betrachter staunend vor dem Bild steht: Stimmt, das alles ist ganz schön typisch Kiel.

„Dieses verrückte Meer macht einfach so viel aus“, sagt der Künstler, dessen Begeisterung für die See geradezu kindlich-naiv klingt. „Allein schon die Geräusche: Die Wellen, die Möwen, die Schiffe, die Kutter – ganz ehrlich, in Frankfurt wünscht man sich, man könnte die Geräusche ausschalten. Und diese riesigen Fähren, die von Kiel aus nach Skandinavien starten – unglaublich!“ So unbekümmert seine Begeisterungsfähigkeit, so akribisch seine Herangehensweise: „Ich bin ein unverbesserlicher Perfektionist – das treibt mich selbst schon in den Wahnsinn, von anderen mal ganz abgesehen.“

"Ein Amerikaner sieht Kiel"

Das Ergebnis ist in der Kieler Woche am Donnerstag, 23. Juni, von 9 bis 17 Uhr, in der Kundenhalle der Kieler Nachrichten zu betrachten – und zu erwerben. Unter dem Motto „Ein Amerikaner sieht Kiel“ verkauft und signiert Leslie G. Hunt seine Werke der Edition „LebensART Kiel“. Betreut wird der Verkauf und die Rahmung von Frank Reimer, Galerie Visuell, und Anja Petrich von Bild und Rahmen.

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Ein Artikel von
Alev Doğan
Volontärin

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