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Hochgefühl in den Baumwipfeln

Krach-Mach-Tach 2016 Hochgefühl in den Baumwipfeln

Viel Krach um Inklusion gab es am Freitag auf dem Gelände der Jungen Bühne zu erleben. Mit selbst gebauten Musikinstrumenten, Eimern und Dosen trommelten die Besucher und Gruppen der Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen gemeinsam für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

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Am Krachmach-Tag machten sich auch die Norderstedter Werkstätten für mehr Inklusion stark.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Hinter der Jungen Bühne hielt Henning Rohweder von der Förde-Akademie einen besonderen Höhepunkt bereit. Menschen mit und ohne Behinderung konnten sich wahlweise auf sieben Meter in die Höhe ziehen lassen oder acht Meter selbst an einem Baum hinaufklettern.

Martje Stührk von der Stiftung Mensch in Meldorf ließ sich in dem Sitzsack mit einem Lastenaufzug nach oben ziehen. „Das ist ein einmaliges Erlebnis für mich, so etwas gibt es sonst nicht für Rollstuhlfahrer“, erzählt die 22-Jährige begeistert. Höhenangst hatte sie nicht. Ihrer Betreuerin und Sportlehrerin Malaika Babucke ist sie dafür besonders dankbar. „Sport befreit, und man sieht ja an dem Grinsen, wie es ihnen Spaß macht“, so Babucke, die mit 50 Leuten und sieben Betreuern extra zum Klettern angereist ist. Sicher ist es allemal. „Den Motor verwenden wir normalerweise im Bühnenbau, er ist für 500 Kilogramm ausgelegt“, berichtet Veranstaltungstechnikerin Franziska Buchwald. Die Sicherung per Hand übernahmen zwei starke Männer aus Henning Rohweders Team.

Arne Planthaber wählte die Kletterroute. „Beim Abseilen hatte ich kurz ein komisches Gefühl.“ Beim zweiten Mal überwog aber schon die Freude daran, in der Luft zu hängen. Ganz Mutige springen von der Plattform im Stehen hinunter. Der Sicherungsverantwortliche Jürgen Winkelmann schaukelt die Teilnehmer im Sitzsack hin und her. Kim Kramper freut sich und strahlt. „Noch höher!“ ruft sie nach unten und nähert sich den Baumkronen.

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Ein Artikel von
Fatima Krumm
Volontärin

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