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Mark Forster: Groß, aber arg kurz

Blitz-Kritik Mark Forster: Groß, aber arg kurz

Einlassstopp bei Mark Forster! Keiner darf mehr rein, und dennoch drängen sich eine Viertelstunde vor Konzertbeginn noch Menschentrauben an den Eingangstoren zur NDR-Bühne am Ostseekai.

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Mark Forster gab während der Kieler Woche ein Konzert auf der NDR-Bühne am Ostseekei.

Quelle: Frank Peter

Mark Forster, der Mann mit der märchenhaften Karriere vom Sidekick des Komikers Kurt Krömer zum Mega-Star, bewegt die Massen – und da mag Forsters offizieller ZDF-EM-Song „Wir sind groß“ noch für einen Extraschub gesorgt haben.

Der erste Eindruck

Hier ist alles auf Party gepolt. Immer wieder versuchen Fans vergeblich, noch in den dicht gedrängten, riesigen Menschenpfropf vor der Bühne einzudringen. Nervig: Die Buden vor allem weiter vorn am Rand, die die Sicht versperren.  

Das Programm

Natürlich viele Songs vom neuen Album, darunter „Wir sind groß“, auch „Was Ernstes“, „Die beste Nacht“ und das seiner Schwester gewidmete „Natalie“, das sie laut Mark Forster beim erstmaligen Hören im Büro vor den Kollegen zum Weinen gebracht hat – und danach gleich auch noch die Kollegen. Aber ältere Hits wie „Flash mich“ oder „Au revoir“ fehlen selbstverständlich nicht.

Das Publikum

Ein Konzert für die ganze Familie. Okay, die Großeltern-Generation ist nicht ganz so üppig vertreten, dafür aber wie zu erwarten viele Jugendliche, außerdem Eltern mit jungen Kindern, die dann zeitweise auf Papas Schultern sitzen dürfen, um Forster auch mal zu Gesicht zu bekommen. Vor allem vorne wird mitgesungen, nach hinten dünnt die Gesangsbereitschaft merklich aus.

Was in Erinnerung bleibt

Die Kürze. Schon nach elf Stücken sagen Forster und seine Band (cool: echte Bläser statt Keyboard-Gehupe) „au revoir“, kommen dann aber für einen Zugabeblock mit drei Songs zurück - so wird es eine gute Stunde. Und die vielen üppigen Konfettiregenschauer zum zugegebenen Song „Chöre“.

Fazit

Ein zu kurzes, zwar kurzweiliges, aber letztlich doch zu glatt absolviertes Konzert.

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