7 ° / 5 ° Regenschauer

Navigation:
Der gute Geist des Schachturniers

Organisatorenwechsel Der gute Geist des Schachturniers

Die Schachuhren klickten im großen Sitzungssaal der ehemaligen Wehrbereichsverwaltung, in der am Donnerstagmorgen 17 Mannschaften zum internationalen Kieler-Woche-Schachturnier der Marine antraten. Die Veranstaltung erlebte bei ihrer 45. Auflage eine Zäsur. Zum letzten Mal lag die Organisation bei Peter Sauter.

Voriger Artikel
Viel mehr als heiße Luft
Nächster Artikel
Blick in den Freitag

Peter Sauter organisierte Jahrzehnte das internationale Kieler-Woche-Schachturnier.

Quelle: Sonja Paar

Kiel. Der 79-Jährige trat nach 35 Turnieren unter seiner Leitung ab, will im kommenden Jahr als Helfer im Hintergrund agieren. Allerdings waren einmal mehr nur wenige internationale Teilnehmer dabei.

 Mit über 60 Schachfreunden, die aus Stralsund, Schwerin und Oldenburg anreisten, erfreute sich das Turnier nach wie vor überregionaler Beliebtheit. Die internationalen Gäste blieben aber wegen verkürzter Liegezeiten ihrer Schiffe nahezu aus. „Die meisten kommen schon am Donnerstag oder Freitag, haben dann volles Programm und fahren am Dienstag wieder“, sagte Sauter. Früher seien Schachfreunde aus Russland, Indien, Brasilien oder Australien dabei gewesen. Dieses Mal sorgten nur ein litauischer und ein ukrainischer Teilnehmer für internationales Flair.

 Um das künftig zu ändern, gibt es Überlegungen, das Turnier im kommenden Jahr um einen Tag vorzuziehen. „Wir versuchen, es aufrecht zu erhalten“, hofft Sauter. „Auch ohne internationale Gäste. Aber wir hoffen, dass sich das wieder ändert.“ Für Nachwuchs aus den eigenen Reihen ist aber gesorgt: Drei Jugend-Teams spielten mit. Außerdem freute Sauter sich über die jahrelange Verbindung mit den Schachfreunden aus Kiels Partnerstadt Stralsund. „Sie sind seit 26 Jahren ununterbrochen dabei. Wir pflegen einen guten Kontakt.“

 Sauter selbst ist passionierter Schachspieler und Vorsitzender der Schachgemeinschaft Kiel-Ost. „Das Schachspielen haben meine drei Brüder und ich von unserem Vater gelernt“, erzählt er. Regelmäßig an den Tisch setzte er sich allerdings erst, nachdem der jugendliche Bewegungsdrang nachgelassen und er seine Fußball- und Tischtenniskarriere an den Nagel gehängt hatte. „Vorher hatte ich keine Zeit“

 Ein ähnliches Problem hatte er als Organisator des Kieler-Woche-Turniers. „In 35 Jahren habe ich es nicht einmal geschafft mitzuspielen.“ Das soll sich nun ändern. „Nächstes Jahr will ich auch am Tisch sitzen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Mehr aus Kieler Woche 2016 2/3