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Formel 1 auf der Bergstraße

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90 Rennfahrer, 60 originelle Flitzer vom Oldtimer bis zum Kielfisch, 1000 Strohballen und eine um 30 Meter verlängerte Bahn: Das dritte von der Kfz-Innung Kiel-Neumünster organisierte Seifenkistenrennen zur Kieler Woche 2016 schlug seine eigenen Rekorde.

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Was für ein Spaß! Als einer von vier „autobegeisterten“ Brüdern aus Mölln lässt Niklas (10) seiner Seifenkiste freien Lauf.

Quelle: Frank Peter

Kiel. Und nahm bei bestem Rennwetter schnell Fahrt auf, wie Innungsobermeister Hans Hansen erfreut feststellte. „Wir haben so viele Teilnehmer wie noch nie, vielen mussten wir sogar absagen.“ Während es auf der Rennstrecke mit einem Gefälle von sieben Prozent rasant zur Sache ging, wurden an der Seitenlinie Liegestühle und Picknickkörbe aufgeklappt - ein Spaß für die ganze Familie.

 Der große Preis von Kiel startet in Höhe Muhliusstraße. Nach ersten Probeläufen muss Hans Hansen als erster in die Kiste. Traditionell fährt der Obermeister das erste Rennen als „Streckentest“ gegen Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Jeder hat bisher einmal gewonnen. Doch in diesem Jahr wird sich leider nicht entscheiden, wer am Ende die Nase vorn hat, weil Kämpfer sich wegen dringender OB-Pflichten entschuldigen musste. Profi Egon Müller, ehemaliger Weltmeister im Speedway und Kommentator des Rennens, springt ein und zieht auf den ersten Metern siegesgewiss an Hansen und seinem Teufelchen-Helm vorbei. Am Ende erreichen sie gleichzeitig das Ziel.

 Auch Oliver Pries aus Kiel-Meimersdorf hat den Helm schon auf und wartet in seiner knallroten Seifenkiste, die aussieht wie ein stilvoller Mercedes SSK, mit Stern und allem, was dazu gehört. „Den hat ein Bekannter für seine Enkel gebaut“, erklärt der 11-Jährige, der bereits zum dritten Mal dabei ist. Jetzt darf er mit dem Hingucker an den Start gehen. Geübt hat er nicht. Wo auch? Da hat es Alina Heer schon besser. Die 12-Jährige aus dem niedersächsischen Neu Wulmstorf hat nicht nur eine Übungsstrecke vor der Haustür, sondern mit dem Verein Heidesiedlung sogar einen bundesweit bekannten und erfolgreichen Seifenkisten-Verein an ihrem Wohnort. Vater Karsten Rademacher hat für sie „eine alte amerikanische Kiste“ gekauft und sie aufgepeppt. Das auffällige Pünktchenmuster war so allerdings nicht geplant. „Die Lackierung ist misslungen, da haben wir halt Punkte drauf geklebt.

Hier sehen Sie Bilder vom Seifenkistenrennen zur Kieler Woche.

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 Am Ende geht die Besitzerin mit der weitesten Anfahrt und der buntesten Kiste als doppelte Siegerin aus dem Wettbewerb hervor: Pünktchen-Fee Alina ist nicht nur die Schnellste in ihrer Altersklasse der Acht- bis Zwölfjährigen, sondern gewinnt auch noch den Publikumspreis für die schönste Seifenkiste. In der Altersgruppe 13 bis 17 Jahre heißt der Gewinner Geremy Sommerfeld. Hans-Georg Wien steht in der Altersgruppe ab 18 Jahre auf dem Siegertreppchen. Mit leeren Händen geht niemand nach Hause: Alle Fahrer bekommen eine Medaille und eine Urkunde.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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