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Marine schafft Platz für große Schiffe

Kieler Woche Marine schafft Platz für große Schiffe

Im Kieler Tirpitzhafen wurden alle Liegeplätze an den beiden Kaianlagen für Großschiffe bereitgemacht. Zur Eröffnung der Kieler Woche wird es den Anlauf von gleich fünf Schiffen mit einer Verdrängung von über 15000 Tonnen geben. Dafür sind alle Tiefwasserliegeplätze in dem Marinestützpunkt vorbereitet worden.

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Insgesamt kommen über 30 ausländische Einheiten aus zehn Nationen mit über 3000 Soldaten in diesem Jahr zur Kieler Woche.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Insgesamt kommen über 30 ausländische Einheiten aus zehn Nationen mit über 3000 Soldaten in diesem Jahr zur Kieler Woche. Darunter auch erstmals drei große Spezialschiffe für amphibische Operationen. Dabei handelt es sich um die Docklandungsschiffe „Carter Hall“ (USA) und „Johan de Witt“ (Niederlande) sowie der britische Hubschrauberträger „Ocean“. Das Flottenflaggschiff der Royal Navy wird mit einer Verdrängung von 21700 Tonnen auch das größte Schiff bei der Kieler Woche sein.

Die US-Navy schicken erstmals nach zwei Jahren wieder das Führungsschiff „Mount Whitney“ (18400 Tonnen) zur Kieler Woche. Sie ist das Flaggschiff der 6. US Flotte. Das deutsche Flaggschiff der Kieler Woche ist der Einsatzgruppenversorger „Berlin“ (20000 Tonnen). Die 175 Meter lange  „Berlin“ wird dabei für eine ganze Reihe von Events genutzt. So ist an Bord am Mittwoch auch ein Konzert des Marinemusikkorps Kiel geplant. Der Inspekteur der Marine nutzt die „Berlin“ außerdem als Plattform für die Begrüßung der ausländischen Delegationen. Die Deutsche Marine sowie Bundespolizei, Zoll und Schifffahrtsverwaltung sind mit weiteren Einheiten im Tirpitzhafen präsent. Geplant sind in diesem Jahr Vorführungen aller Einheiten und die Präsentation der Ausrüstung.

Ab Donnerstag werden die Schiffe erwartet

Ebenfalls angekündigt sind in diesem Jahr zur Kieler Woche die Fregatten „Mendez Nunez“ (Spanien), „Brandenburg“ (Deutschland), „Iron Duke“ (Großbritannien) und „Xiang Tan“ (China). Die meisten Schiffe werden am Donnerstag und Freitag im Tirpitzhafen in der Wik erwartet. Die großen Einheiten kommen am Freitag zwischen 6 und 14 Uhr.  Alle Schiffe sind am kommenden Sonnabend und Sonntag ab 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr zur Besichtigung offen. Aus Sicherheitsgründen wird es an den Zugängen aber Kontrollen durch die Sicherheitskräfte der Bundeswehr geben. Ein drittes Open Ship für die Einheiten an der Tirpitzmole gibt es am Mittwoch.

Hier sehen Sie die Bilder verschiedener Marineschiffe.

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Die gestiegene Zahl großer Marineschiffe liegt an dem derzeit laufenden Manöver US Baltops 2016. Bei diesem Manöver sind in diesem Jahr erstmals drei amphibische Landeoperationen in Estland, Schweden und Polen  trainiert worden. Erstmals kam es dabei zu einer Einschiffung von Marineinfanteristen und Spezialkräften des deutschen Seebataillons auf dem niederländischen Landungsschiff „Johan de Witt“. Diese deutsch-niederländische Kooperation war im Februar erst von den Verteidigungsministerinnen Deutschlands und der Niederlande beschlossen worden. Der Einsatz deutscher Soldaten bei den Landungen im Ostseeraum ist auch für die Niederländer an Bord eine Premiere. Diese Operationen sollen  in den kommenden Jahren noch weiter ausgebaut werden. Die Niederländer verfügen in ihrer modernen Marine heute über  drei große Mehrzweckschiffe für amphibische Einsätze in aller Welt. Die deutsche Marine hat dafür nur noch zwei 50 Jahre alte Landungsboote in Eckernförde für Übungseinsätze.

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