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Ulrich Behl zu Gast in der KN-Medienlounge

KN-Talk Ulrich Behl zu Gast in der KN-Medienlounge

Kurz ging es am Anfang auch um Sport, aber schnell war der Bogen zur Kunst gespannt, und von da an gab es auch kein Zurück mehr. Warum auch, wenn man jemanden wie Ulrich Behl zum Gesprächspartner beim KN-Talk in Schilksee hat?

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Ulrich Behl war am Freitag live in Schilksee.

Quelle: Julia Carstens

Kiel. Zur Gesprächsreihe „KN trifft“ in der KN-Medienlounge in Schilksee kam mit dem diesjährigen Kulturpreisträger Kiels einer, der mit so viel Leidenschaft von seiner Arbeit erzählt, dass es ein wahrer Genuss ist, zuzuhören. Und ja, auch im Leben des 76-jährigen Künstlers spielte Fußball einst eine große Rolle. „Im Konfirmandenalter begann ich, mich für Fußball zu interessieren. Dann gründete ich sogar eine Mannschaft“, so Behl. Diese hatte eine Satzung mit immerhin 15 Punkten, deren erster Punkt lautete: „Jegliches Training hat zu unterbleiben, damit die Mannschaft so ballhungrig wie möglich ins Spiel geht.“ „Wie sieht denn der Arbeitsalltag eines Künstlers wie Ihnen eigentlich aus?“, fragte KN-Moderator Gerhard Müller. „Es ist eigentlich eine Norm, bei den kleinen wie den ganz großen Künstlern, dass sie alle ganz, ganz fleißig waren und sind. Sie geben sich und ihrem Leben Struktur – ohne geht es nicht, auch bei mir nicht.“ Und das sieht man auch an seinem schier unendlichen Fundus an Werken.

Während er so erzählt, kommt an keiner Stelle der Verdacht auf, dass hier ein Mann irgendetwas nur halbherzig gemacht haben könnte, gar etwas bereut. Im Gegenteil. Hier sitzt einer mit einer gesunden Portion Selbstbewusstsein und Vertrauen in seine Arbeit, der sich selber aber zu keinem Zeitpunkt zu wichtig nimmt. Die Kunst, darum geht es ihm. „Das Niveau, das bestimmen immer wir, die wir hinter etwas stehen. Für mich war es nie eine Frage, ob ich an alles, was ich tue, immer mit dem höchsten Anspruch herangehe.“

Scheint sich ausgezahlt zu haben. „Wie viel bedeutet Ihnen der Kulturpreis?“, fragt Müller. „Eine Menge“, so Behl. „Ideell bedeutet mir das eine Menge – und das Preisgeld ist ja auch interessant.“ 10.000 Euro beträgt es. „In Niedersachsen nennen die das Kükenfutter – ich sage das nicht!“, so der Künstler schmunzelnd.

Den KN-Talk können Sie sich hier anschauen.

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Ein Artikel von
Alev Doğan
Volontärin

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Foto: „In meiner Kindheit und Jugend habe ich eigentlich mit allem angefangen, was man sportlich so treiben kann“: Innenminister Stefan Studt (links) war am Donnerstag bei Gerhard Müller in der KN-Medienlounge zu Gast.

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