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Danko Jones: 3-Mann-Feuerwerk

Blitz-Kritik Danko Jones: 3-Mann-Feuerwerk

Brettharte Rocksongs, die Beine und Nackenmuskulatur anregen; dazu eine coole und selbstironische Machoattitüde: Der Kanadier Danko Jones ist ein Rock’n-Roll-Arbeitstier, das mit seinen Kollegen auf der Bühne des Radio Bob! Rockcamps für das Publikum ein 3-Mann-Rock‘n-Roll-Feuerwerk abbrannte.

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Danko Jones auf dem Radio Bob Camp zur Kieler Woche.

Quelle: Frank Peter

Der erste Eindruck

Kiel. Schon mit „I Gotta Rock“, dem Opener des neuen Albums „Wild Cat“, ist das Motto des Abends definiert und das zahlreich versammelte Publikum unterwirft sich dem bereitwillig. Großartiger Animationen bedarf es nicht, schon beim vierten Song „First Date“ kocht das Camp.

Das Programm

Alles, was man mit Powerchords veranstalten kann, hat Danko Jones drauf, die Songs unterscheiden sich vor allem in der rhythmischen Betonung, veredelt mit Melodien aus der Pentatonik und bestechenden Hooklines. John „JC“ Calabrese am Bass und Drummer Rich Knox treiben die galoppierenden Mustangs wie „The Twisting Knife“, „Invisible“ oder „Had Enough“ zielsicher über die Reventlouwiese. Hits wie „First Date“, „Forget My Name“ oder das neue „My Little RnR“ sind die populären Highlights an diesem Themenabend  Sex und Rock’n Roll.

Das Publikum

Ganz vorne die Metalfraktion, dann die jugendliche Moshpitversammlung, dahinter die grauhaarigere Hardrockzunft, noch weiter hinten die rockinteressierten Kieler-Woche-Besucher. Alle sind begeistert, die Stimmung ist großartig, weil die Performance auf der Bühne so intensiv ist. Die eingestreuten Animationen zum Mitklatschen durch Bassmann JC werden sofort umgesetzt, die „Monday night crowd“ ist noch voll im Wochenendmodus.

Was in Erinnerung

Auf positiver Seite steht der zuverlässige Depressionspulverisierer Danko Jones, der immer konsequent abliefert. Negativ zu bewerten ist der Sound, der die Gitarre viel zu weit in Vordergrund stellt. Der Bass ist oft nur zu ahnen, das sollte bei einem Trio besser gelöst werden können. Zudem ist die Lautstärke der Gitarre ab der Hälfte des Konzerts grenzwertig, es ist Unsinn, sich bei einem Open-Air-Konzert die Ohren verstopfen zu müssen, um Musik zu hören.

Fazit

Die Lautstärke war zwar gegen Ende übertrieben, aber, mit Verlaub, geil war’s trotzdem!

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