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Geniales Verweben von Musikstilen

Blitz-Kritik Fischer-Z Geniales Verweben von Musikstilen

In der Heimat oft ignoriert, in Deutschland dafür umso berühmter. Die britischen New Wave Legenden Fischer-Z um Mastermind John Watts sorgten im Radio Bob Rockcamp auf der Kieler Woche 2017 für eine prall gefüllte Reventlouwiese.

Der erste Eindruck

Kiel. Obwohl stets in Bandbesetzung auftretend, waren, sind und bleiben Fischer-Z eine One-Man-Show. So eröffnet Sänger, Gitarrist und Songschreiber John Watts auch solo mit „Wristcutters Lullaby“.

Die Musik

Das geniale Verweben und Einstreuen von Musikstilen wie Reggae, Funk und Pop ohne sie dominieren zu lassen, dann Rock-Songwriting darüber zu legen und alles unter dem Banner New Wave zu vereinen ist ein Alleinstellungsmerkmal. Allerdings wirken die Songs auch unaufgeregt, brechen nie aus, sondern vertrauen auf ihre Melodien.

Das Publikum…

…befindet sich eindeutig im älteren Semester und so bleibt die Stimmung gelassen. Vereinzelt werden die Texte im Stillen mitgesungen. Mehr als Mitwippen ist nicht drin, aber auch nicht schlimm. Vielmehr wird genossen. Schließlich sind doch alle wegen der Nostalgie gekommen.

Was in Erinnerung bleibt

Die im Vergleich zum Publikum recht junge Radio Bob Moderatorin Lara Bahnsen bringt es bei ihrer Ankündigung schon vor dem Konzert treffend auf den Punkt: „Als ich meinen Eltern erzählt habe, dass Fischer-Z ins Rockcamp kommen, sind sie durchgedreht.“

Fazit

Der anfänglichen Ansage von John Watts „Wir spielen alte und neue Songs“ ließen Fischer-Z auch Taten folgen. Auf die Hits musste etwas gewartet werden. Mit unter anderen „The Worker“ und „Battalions Of Strangers“ wurde dann aber entsprechend abgeliefert, denn wie war das nochmal mit der Nostalgie?

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