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Kieler Woche 2017 Kühle Oasen auf der Kiwo sind gefragt
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20:03 19.06.2017
Von Merle Schaack
An Deck weht auch im Hafen ein kühles Lüftchen. Rainer Rüttger (61) ist Kapitän der Santa Barbara Anna und seit 2002 immer wieder bei der Kiwo. "Hier lässt es sich gut aushalten." Quelle: Frank Peter

Da waren die Besucher schon wieder für jede Art der Abkühlung dankbar. Sonnencreme und Trinkflasche gehörten am heißesten Tag der Kieler Woche unbedingt ins Gepäck. Darüber hinaus waren der Kreativität in Sachen Abkühlung keine Grenzen gesetzt. Ob Sonnenschirm, Ventilator, Kaltgetränke, Eis oder eine Erfrischung mit Wasser jeglicher Art – Hitze macht erfinderisch. Gut, dass der Weg zum kühlen Nass auf der Kiwo nie weit ist.

An Deck lässt es sich aushalten

Einen Platz in der ersten Reihe hatte Rainer Rüttger. Als Kapitän der "Santa Barbara Anna" nahm er mit seiner elfköpfigen Crew den Seeweg vom Heimathafen Rostock nach Kiel. Bis zur nächsten Fahrt am Mittwoch finden an Bord des Dreimast-Brahmsegelschoners Schulungen statt, außerdem wird das Schiff geputzt und gepflegt. Genug Zeit also, um das Sommerwetter zu genießen - zum Beispiel in der Hängematte an Deck. "Hier lässt es sich auch bei Hitze gut aushalten", sagt der 61-jährige technische Sachbearbeiter im Kohlekraftwerk Rostock, der sich für die Fahrten zur Kiwo extra Urlaub nimmt. Seit 2002 ist er fast jedes Jahr dabei, hat also auch in Sachen Wetter schon viel Erfahrung gesammelt. "Die Kiwo ist immer sehr durchwachsen. In der Regel gibt es irgendwann einen Wetterumschwung, sodass immer alles dabei ist."

Auszeit am "Stadtstrand"

Ganz begeistert vom berüchtigten Kieler-Woche-Wetter ist Anna-Lena Dahl. Die 23-jährige Hamburgerin ist zum ersten Mal zum Volksfest an die Förde gekommen. "Sie ist dieses Jahr mein Kieler-Woche-Besuch", sagt Verena Kreutzmann (23), die in Kiel wohnt und als Kiwo-Guide fungiert. Nach einem Abend im Bayernzelt lassen die beiden in der Strand-Lounge der Fischbar die Seele baumeln. "Bei dem Wetter fast wie am echten Strand", finden sie. "Heute muss man auch gar nicht viel machen - nur das Wetter genießen."

Füße kühlen in der Förde

Ein bisschen näher zum Wasser zieht es Jana Reimers (24) und Felix Hobler (26). Auch sie sind aus Hamburg an die Förde gekommen. Und genau in dieser kühlen sie ihre Füße. "Wir waren schon öfter auf der Kiwo, aber noch nie war es so heiß. Wir lassen uns jetzt einfach treiben", erzählen sie. Bei über 30 Grad in der Sonne macht es auch nichts, dass beim Plantschen die Hosenbeine nass werden. "Mein Highlight bisher war der kühle Slush", sagt Felix und lacht.

Hitze sorgte auch für Probleme

Die hohen Temperaturen machten allerdings den Teilnehmern am Kieler-Woche-Lauf zu schaffen. Von den Schülern, die auf dem Nordmarksportfeld Strecken über vier oder acht Kilometer liefen, mussten nach Angaben der Feuerwehr 18 wegen Kreislaufproblemen ambulant behandelt werden. Drei davon mussten ins Krankenhaus. Feuerwehr und DRK brachten zusätzliches Trinkwasser zum mobilen Behandlungsplatz.

Der Montag war der heißeste Tag der Kieler Woche. Hier sehen Sie, wie die Besucher das Wetter genossen oder sich abkühlten.
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