19 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Es kann nur ein Bayernzelt geben

Streit um den Namen Es kann nur ein Bayernzelt geben

Björn Willnat beschert der Kieler Woche 2017 ein zweites Bayernzelt. Aber so nennen darf er es nicht. Verstehen kann das der Veranstalter zwar nicht. Trotzdem muss er sich fügen und tauft die neue Feierzone neben der Sparkassen-Arena gezwungenermaßen in Löwenbräu-Festzelt um.

Voriger Artikel
Abonnenten treffen regionale Hersteller
Nächster Artikel
Kieler Woche 2017: Konzertkalender fürs Smartphone

Seit 2010 gibt es das Bayernzelt an der Kiellinie. Damit es zu keiner Verwechslung kommt, wird das Angebot neben der Sparkassen-Arena nun Löwenbräu-Festzelt heißen.

Quelle: Sven Janssen (Archiv)

Kiel. Dabei hatte Björn Willnat nach eigener Aussage „alles versucht“, um die in Kiel „bestens etablierte Marke Bayernzelt“ durch Kompromisslösungen doch noch durchzusetzen. Vergeblich. Die Stadt Kiel blieb bei ihrer Ablehnung. Begründung: Verwechslungsgefahr mit dem Bayernzelt an der Kiellinie. „Polizei und Feuerwehr hatten uns gegenüber massive Bedenken vorgetragen, dass Ordnungskräfte in Notfällen zum falschen Einsatzort fahren könnten“, begründet Ordnungsamtsleiter Frank Festersen auf Nachfrage die Ablehnung.

Björn Willnat hat lange dafür gekämpft, sein neues gastronomisches Angebot an der Sparkassen-Arena auch Bayernzelt nennen zu dürfen. Das wurde ihm aus Sicherheitsgründen untersagt.

Quelle: Thomas Eisenkrätzer

Gerade, wenn Alkohol mit im Spiel sei, steige die Gefahr, dass Anrufer in Stresssituationen ihren aktuellen Standort einfach nur mit „Bayernzelt“ ohne weitere Spezifizierung angeben. „Insofern kann ich die Forderung von Feuerwehr und Polizei nach einem verwechslungsfreien Namen für das Festzelt gut verstehen“, sagt Festersen.

Bayernzelt: Banner, Plakate und Logo war bereits erstellt

Bei Björn Willnat hält sich das Verständnis jedoch in ziemlich engen Grenzen, seit er nach eigener Aussage erst Mitte Mai von der Namensproblematik erfuhr. Da hatte er längst Banner, Plakate, Anzeigen und Internet-Werbung mit „Bayernzelt“- Logo herstellen lassen.

Kurioser Namensstreit

Lesen Sie dazu auch den Kommentar von Jürgen Küppers.

Sogar ein Rechtsanwalt ging in Willnats Auftrag der juristischen Grundlage der verweigerten Zustimmung seitens der Stadt nach. „Schließlich ist der Begriff Bayernzelt ja nicht geschützt.“ Es half aber alles nichts. Die Stadt habe ihm mittlerweile mit einer Ordnungsverfügung gedroht, sollte er weiterhin auf dem Namen Bayernzelt bestehen. Das will der Veranstalter, der schon seit ein paar Jahren die „Partyzone“ in der Sparkassen-Arena organisiert, nun nicht mehr. Die komplette Werbekampagne sei inzwischen auf den neuen Namen umgestellt worden.

Bayernzelt an der Kiellinie kommt bei Besuchern gut an

Der Betreiber des seit 2010 fest etablierten Bayernzeltes an der Kiellinie, Stefan Heitkämper, gibt sich derweil gelassen angesichts des Namensstreits. „Mir ist das relativ egal. Aus meiner Sicht kann jeder sein Angebot so nennen, wie er will.“ Kieler-Woche-Konkurrenz in Weiß-Blau fürchtet der Gastronom nicht: „Ich bin schon jetzt so gut wie ausgebucht. Offenbar kommt mein Konzept bei den Besuchern an.“

Löwenbräu-Festzelt zur Kieler Woche 2017

Fassanstich im Löwenbräu-Festzelt ist am Freitag um 17 Uhr, im Bayernzelt an der Kiellinie am selben Tag ab 19 Uhr.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
ANZEIGE
Mehr aus Kieler Woche 2017 2/3