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Was machen die Bettler mit den Hunden?

Kieler Woche 2017 Was machen die Bettler mit den Hunden?

Während der Kieler Woche steigt auch die Zahl der Bettler – viele mit Hunden, die laut Beobachtern auffällig schläfrig wirken. Ist das Verhalten der Tiere auf die Verwendung von Betäubungsmitteln zurückzuführen? Experten der Veterinärabteilung im Ordnungsamt haben den schweren Verdacht entkräftet.

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Die Kieler Woche lockt jedes Jahr auch viele Bettler an – oft in Begleitung von Hunden.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. Von offizieller Seite gibt es Entwarnung. „Die überprüften Hunde hatten ein ungetrübtes Sensorium und zeigten eine normale Bewegungskoordination“, teilte Stadtsprecher Arne Ivers mit. Er verweist darauf, dass die Bettler ihre Tiere oftmals dahingehend abrichten, besonders ruhig dazuliegen.

„Generell wird das defensive Betteln in Kiel geduldet, auch in Begleitung eines Hundes, und auch während der Kieler Woche“, sagte Ivers. In der Sondernutzungssatzung der Stadt heißt es: „Geduldet wird das von einem selbstgewählten Standort ausgehende Betteln ohne Passanten anzusprechen, zu behindern, verbal oder körperlich zu bedrohen oder auch nur zu berühren.“

Die Tierschützerin hat einen einfachen Tipp

Grundsätzlich kann Elisabeth Haase, Chefin des Kieler Tierheims Uhlenkrog, das bestätigen: „Erwachsene Hunde lernen das wirklich. Bei Welpen wäre ein so ruhiges Verhalten aus meiner Sicht aber seltsam.“ Die Tierschützerin bestätigt ebenfalls: „Wir haben auch viele Anrufe von Menschen, die sich Sorgen um die Gesundheit der Tiere machen.“ Das gäbe es zwar immer zur Kieler Woche, aber dieses Jahr verstärkt. Elisabeth Haase geht davon aus, dass wie immer organisierte Bettlergruppen zur Kieler Woche in die Stadt gekommen sind, um von den Besuchermassen zu profitieren. Für Menschen, die den Hunden Gutes tun wollen, hat die Tierschützerin einen einfachen Tipp: „Spenden Sie eine Packung Hundefutter. Ein Hundefreund freut sich immer darüber.“

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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