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Weltwirtschaftspreis in Kiel verliehen

Auszeichnung für Horst Köhler Weltwirtschaftspreis in Kiel verliehen

Er ist in diesem Jahr besonders ein Zeichen gegen Abschottung und Nationalismus, für gerechten Handel, Klimaschutz  und Weltoffenheit: Vor hochkarätigen Gästen ist am Sonntag im Rathaus der 13. Weltwirtschaftliche Preis verliehen worden. Prominentester Preisträger: Ex-Bundespräsident Horst Köhler.

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Die Preisträger Assar Lindbeck (l-r, Prof. für internationale Wirtschaftslehre, Stockholm), Arundhati Bhattacharya (Vorstandsvorsitzende der Staatsbank Indien), Horst Köhler (Bundespräsident a.D.) und Brunello Cucinelli (Modeschöpfer und Philanthrop aus Italien) zeigen ihre Medaillen für den Weltwirtschaftlichen Preis 2017.

Quelle: Carsten Rehder

Kiel. Köhler mahnte in seiner Dankesrede vor wachsenden Wohlstandsunterschieden und ökologischen Bedrohungen, "an denen die Welt zerbrechen kann". Politik und Weltwirtschaft benötigten eine "Transformation" in der Art und Weise, wie Wohlstand produziert und verteilt werde. An dieser Notwendigkeit könne auch "die einsame Entscheidung eines Präsidenten nichts ändern", sagte Köhler mit Blick auf den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klima-Abkommen.

Neben Köhler geehrt wurden der italienissche Modemacher Brunello Cucinell, die indische Bankerin Arundhati Bhattacharya sowie der schwedische Ökonom Assar Lindbeck.

Kiels OB Ulf Kämpfer bezeichnete den Preis als einen der "absoluten Höhepunkte der Kieler Woche", IHK-Präsident Klaus-Hinrich Vater sprach von einem "Leuchtturm, der in die ganze Welt strahlt". Alle diesjährigen Preisträger zeichneten sich durch "ein  besonderes Maß an sozialer Verantwortung“ aus, sagte Prof. Dennis Snower. Der Präsident des Kieler Institut für Weltwirtschaft räumte ein, die Wirtschaftswissenschaften hätten sich zu lange nur mit der Frage befasst, wie mehr ökonomischer Wohlstand geschaffen werden könne. "Wir müssen uns künftig mehr als bislang um das Wohlergehen der Menschen kümmern, auch um ihre Ängste und Sorgen in einer Zeit wachsender Unsicherheit."

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Ein Artikel von
Ulrich Metschies
Wirtschaftsredaktion

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Kommentar

Ein Preis allein kann die Welt nicht ändern, und Sonntagsreden können das schon gar nicht. Doch das, was die Protagonisten bei der Verleihung des Weltwirtschaftlichen Preises in Kiel geboten haben, das waren keine Sonntagsreden.

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