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Ein unerschütterliches Trio

Senatspreis Ein unerschütterliches Trio

Nur drei Musketiere wagten sich Donnerstag angesichts der heftigen Gewitterfront an den Senatspreis der Seesegler heran und sorgten für eine historisch niedrige Beteiligung. Von 22 gemeldeten Yachten waren am Morgen sechs gleich im Hafen geblieben. 13 Boote drehten bei Sturmböen wieder ab.

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Der Hamburger Max Gurgel trotzte mit seiner X-41 „X-Day“ den Unbilden des Wetters und gewann den Senatspreis.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. So war Dabeisein diesmal alles und wurde auf der Preisverteilung geschlossen mit „Silber“ belohnt.

„Während der Wettfahrt waren die Bedingungen für seegehende Boote ohne Frage durchgehend segelbar“, erklärte Wettfahrtleiter Ralf Paulsen, der allerdings zum geplanten Start um 10 Uhr zunächst einmal absolute Flaute hatte. Dann kam die Regenfront mit Gewitter und auf der Rückseite Starkwind mit stürmischen Böen „mit 25, in Spitzen bis 40 Knoten“. Es dauerte geschlagene drei Stunden, bis das Rennen endlich angeschossen werden konnte.

„Wir wollten unbedingt dabei sein, konnten das Schiff aber bei fast 40 Knoten nicht mehr halten“, berichtete Andreas Betz, Steuermann der Comfortina 35 „Carpe Vivem“ vom Bodensee.

Vielleicht schreckten auch vor den vorgesehenen 36 Seemeilen mit Start und Ziel beim Kiel-Leuchtturm zurück. Die wiederum hätten dann aber ohnehin das Zeitlimit gesprengt. An der Fahrwassertonne 1 südlich der dänischen Insel Ærø kürzte Paulsen nach 22 Seemeilen ab und stoppte die Zeiten.

Als Erste des unerschütterlichen Trios hatte es die hochseeerprobte „Haspa Hamburg“ geschafft. Die zwölfköpfige Crew des Hamburgischen Vereins Seefahrt unter Steuermann Fabian Bläsi brauchte gut drei Stunden. Berechnet reichte es jedoch nur zum dritten Rang.

Für Max Gurgel von der X-41 „X-Day“ (ebenfalls Hamburg) war es nach schwach verlaufenen Kurzrennen beim Kiel Cup Alpha keine Frage, den Unbilden des Wetters zu trotzen. Er belohnte sich mit dem Gewinn des Senatspreises, berechnet knapp drei Minuten vor der „Freizeit“, die als einziges kleines Schiff trotz Windstärke sechs bis sieben auf dem Wasser geblieben war.

Das Team um Manfred Franken vom Yachtclub Phoenixsee wurde in der zweiten Gruppe ganz allein gestartet und kam bei herrlichem Ostwind und wärmender Sonne um 16.44 Uhr ins Ziel. Das echte Silber für Rang zwei konnte die Crew nach langer Rückreise über die westliche Ostsee so gerade noch rechtzeitig persönlich in Empfang nehmen.

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