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Gleichstellung im Wandel

Städteforum in Kiel Gleichstellung im Wandel

Wie ist es um Geschlechterpolitik und Gleichstellung in Kiels Partnerstädten bestellt? 13 Delegationen haben am Sonnabend beim Internationalen Städteforum zur Kieler Woche über das Thema diskutiert und großen Handlungsbedarf in allen Städten festgestellt.

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Stadträtin Renate Treutel begrüßte 13 Delegationen aus Partnerstädten wie Brest, Coventry, Hatay, Malmö und Vaasa zum Städteforum über das Thema "Gleichstellung und Geschlechterpolitik im gesellschaftlichen Wandel."

Quelle: Frank Peter

Kiel. Vorgeschlagen hatte das Thema für den Austausch der Städte in der Förde Sparkasse Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Agesichts des großen Interesses an der Debatte habe man offenbar ins Wespennest gestochen, wie Stadträtin Renate Treutel und Kiels Gleichstellungsbeauftragte Helga Rausch meinten. Drei Schwerpunkte schälten sich heraus: Bildung für Mädchen und Jungen, Frauen in der Arbeitswelt, vor allem aber häusliche Gewalt. Studien hatten ergeben, dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt in der Partnerschaft erfährt.

Imke Deistler vom Frauennotruf stellte das sogenannte Kieler Modell vor, wonach die Landeshauptstadt auf vorrangig ambulante Angebote und ein Netzwerk mit Beratungsstellen setzt, um Frauen Schutzräume und Hilfe zu bieten. Das Modell finde bundesweit große Anerkennung bei Frauen wie Männern, so Deistler. Aber auch die Stadt Kiel will von seinen Partnern lernen. Stadträtin Treutel und Gleichstellungsbeauftragte Rausch denken dabei etwa an Aktionen wie im polnischen Gdynia: Dort haben Männer eine Aktion unter dem Motto "Weißes Band" angeregt, um mit einem Marsch gegen Gewalt gegen Frauen Zeichen zu setzen.

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Ein Artikel von
Martina Drexler
Lokalredaktion Kiel/SH

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