20 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Massive Kontrollen zur Kieler Woche

Terrorangst Massive Kontrollen zur Kieler Woche

Straßensperren für Pkw-Kontrollen, Polizeistreifen mit Maschinenpistolen und 50 Prozent mehr Sicherheitspersonal: Nach den Terroranschlägen der vergangenen Monate werden die Sicherheitsvorkehrungen für die diesjährige Kieler Woche massiv verschärft.

Voriger Artikel
Frauenpower auf der Hörnbühne
Nächster Artikel
Playground Kiel: Endlose Möglichkeiten

Schon 2016 hatte die Polizei ihre Präsenz zur Kieler Woche deutlich verstärkt. In diesem Jahr werden erstmals Beamte aus allen Polizeidirektionen des Landes zur Unterstützung kommen.

Quelle: Ulf Dahl

Kiel. „Gefragt ist eine Mischung: Wir wollen weiterhin ein unbeschwertes Sommerfest sein, müssen aber zugleich potenzielle Attentäter abschrecken“, sagt Kiels Oberbürgermeister Ulf Kämpfer. Er betont allerdings: „Es gibt keinerlei konkrete Hinweise auf einen Anschlagsplan in Kiel.“

Verstärkung aus allen Polizeidirektionen des Landes

Erstmals bekommt die Kieler Polizei Verstärkung von sämtlichen Polizeidirektionen des Landes. „Wir haben auf den verschiedenen Veranstaltungsflächen sichtbare Präsenz durch unsere Beamten, die jederzeit zur Tat schreiten können“, sagt Kiels Polizeichef Thomas Bauchrowitz. Dies werde durch ein neues Sicherheits- und Kontrollkonzept ergänzt.

Bauchrowitz bittet die Bevölkerung um Verständnis für den Polizeieinsatz. „Es wird für die Menschen spürbar sein, weil die Durchfahrt durch bestimmte Straßen erschwert wird.“ Starke Beeinträchtigungen wird es demnach im Innenstadtbereich zwischen dem Landeshaus im Norden, dem Kleinen Kiel und dem Stresemannplatz im Süden geben. Darüber hinaus muss aber auch mit Verkehrseinschränkungen bis zum Anleger Bellevue, dem Knooper Weg und bis zur Gablenzbrücke gerechnet werden. „Der ÖPNV wird aber überall funktionieren“, verspricht der kommissarische Kieler-Woche-Büroleiter Tillmann Voigt.

Details gibt es aus "einsatztaktischen Erwägungen" nicht

Am Mittwochmittag wurden Kaufleute der Kieler Innenstadt über die Sicherheitsvorkehrungen mit einem Brief informiert, weil sie „zwangsläufig zu Einschränkungen im gesamten Innenstadtbereich führen“. Es werde „Sperren, Kontrollstellen, zeitlich befristete Durchfahrtsverbote für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, Hindernisse und/oder Verengungen von Straßen und zusätzlich eine nochmals erhöhte Anzahl an Kräften der Polizei geben“, heißt es in dem Schreiben, das von Kämpfer unterschrieben ist. Details könnten aus „einsatztaktischen Erwägungen“ nicht mitgeteilt werden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Kristian Blasel
Ressortleiter Lokalredaktion/Kiel

ANZEIGE
Mehr aus Kieler Woche 2017 2/3