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Kieler Woche 2017 Wincent Weiss im Interview
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20:22 18.06.2017
Von Frida Kammerer
Wincent Weiss stand unserer Reporterin Rede und Antwort. Quelle: Frank Peter

Sonst hast du immer vor den Bühnen der Kieler Woche gestanden, jetzt auf der Bühne, was ist das für ein Gefühl?

Wincent Weiss: Das werde ich herausfinden, wie es ist, in meiner Heimat auf der Bühne zu stehen. Man ist angespannter, vor allem, wenn man weiß, dass vor der Bühne auch Freunde und Familie stehen und zuschauen. Das ist, glaube ich, schon anders, als wenn man vor komplett fremdem Publikum spielt. Aber mal schauen, wie es wird! Es freut mich natürlich, wenn meine Eltern kommen, man will ihnen natürlich auch zeigen, was man so macht, aber sie waren ja schon ein paar Mal dabei, daher ist es nicht mehr so schlimm.

Du warst in München Restaurantleiter und hast dann den Job aufgegeben. Wie fanden das deine Eltern?

Wenn man sich selbstständig macht, sind am Anfang natürlich alle immer ein bisschen skeptisch. Ich glaube, das ist bei allen Eltern so, wenn das Kind ankommt und sagt: Ich hab meinen Job gekündigt, weil ich jetzt Musik mache. Aber mittlerweile verstehen sie schon, dass es mehr als ein Hobby ist.

Eineinhalb Jahre in München, viele Festivals, die zweite eigene Tour, wie stark ist noch die Bindung zur Heimat – zu Eutin?

Ich versuche natürlich, so oft wie möglich hier zu sein. Ich hatte am Sonnabend einen freien Tag hier, bin direkt mit dem Zug nach Eutin gefahren, hab da gegrillt mit Freunden. Ich wohne jetzt gerade noch in Berlin, ziehe aber bald wieder in den Norden. Wohin genau, weiß ich noch nicht.

Du hast ja ein großes Team aus Songwritern, unter anderem auch mit Max Giesinger.

Wir haben alle möglichen Leute angeschrieben, bei denen wir das Gefühl hatten, dass sie ins Team passen. Die Musikerwelt ist doch relativ klein, man lernt recht schnell alle kennen. Max und ich haben auch mal zusammen gewohnt, irgendwann haben wir zusammen Songs geschrieben.

Mit wem würdest du ein Duett singen wollen?

Mit Sarah Connor. Ich würde gern mit einer weiblichen Künstlerin singen und Sarah Conner wäre da ganz cool, fänd ich klasse. Die Stimme ist geil, sie singt unfassbar gut, das neue deutsche Album ist mega krass geworden.

In deinem Song "Musik sein" heißt es: "Da müsste Musik sein, überall wo du bist und wenn es am schönsten ist, sing' ich's wieder und wieder". Für wen müsste welche Musik spielen, wenn er oder sie den Raum betritt?

Das ist egal, wer rein kommt, man hat für jede Begegnung oder für jeden Menschen andere Gefühle. Manchmal gibt es Songs, die man mit Freunden verbindet, oder in einer Beziehung hat man einen gemeinsamen Song. Einfach dieser Song sollte laufen, der zur Person passt, die reinkommt.

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