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Die Szene übt den Schulterschluss

Interaktive Programm-Timeline Die Szene übt den Schulterschluss

Bald darf sich Kiel wieder kulturell berauschen lassen. Mit der „Nacht der Clubs“ startet am Sonnabend, 16. April, das Festival, bei dem sich die 14 teilnehmenden Kieler Clubs, Bars, Cafés oder Diskotheken auf Augenhöhe präsentieren wollen.

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Der Kultur-Rausch kommt in Fahrt

Saltatio Mortis, eine der erfolgreichsten deutschen Mittelalter-Rock-Bands, präsentiert in der Halle 400 ihr neues Album „Zirkus Zeitgeist“.

Quelle: Robert Eikelpoth

Kiel. Einige Läden aus dem Vorjahr sind nicht mehr dabei, neue sind hinzugekommen. Und was das Kulturrausch-Team im Vorjahr ausprobiert hat, soll fortgeführt werden: die Komprimierung des Festivals auf eine Woche (16. bis 24. April).

„In der Gesamtheit ist es in dieser kompakten Form, glaube ich, für den Kulturinteressierten weitaus präsenter, als wenn man das über einen ganzen Monat gestaltet“, sagt Kai Hellebrandt, der mit Ralph Müller und Lothar Bock das ehrenamtliche Gremium bildet, das den Kultur-Rausch leitet und plant. Und Ralph Müller bekräftigt: „Ja, es hat sich bewährt. In der Rückschau waren eigentlich kaum negative Stimmen zu hören. Die Wahrnehmung der Kulturwoche beim Publikum war höher.“ Das hätten auch Rückmeldungen der Gäste bei den Veranstaltern gezeigt.

Als Kieler Veranstalter an einem Strang zu ziehen, sei wesentlicher Sinn und Zweck des Kultur-Rauschs. Und etwas gemeinsam zu machen, sei heute wichtiger denn je, weil „Kultur garantiert verbindet“, betont Hellebrandt – egal, welcher Herkunft und Nationalität die Gäste seien.

Hauptaugenmerk liegt auf Musik

Der Löwenanteil des Kultur-Rausch-Programms speist sich wie in all den Vorjahren aus Musik, und auch diesmal ist der Bekanntheitsgrad der Acts natürlich unterschiedlich hoch. Saltatio Mortis sind einer der populärsten Vertreter der rührigen Mittelalter-Rock-Szene der Republik. Die achtköpfige Band aus Karlsruhe präsentiert in der Halle 400 (23. April) ihr aktuelles Album Zirkus Zeitgeist, nach dem Vorgänger Das schwarze 1x1 das zweite Nummer-Eins-Album ihrer Karriere. Vor allem als Sänger der Rock-Band Selig hat sich Jan Plewka einen Namen gemacht. Between the Bars heißt das Programm, das er im Duo mit dem Sänger und Gitarristen Marco Schmedtje im Kulturforum (22. April) präsentiert – eine künstlerische Rückschau mit Liedern aus ihrer gemeinsamen Zeit von Zinoba, von Ton Steine Scherben, Simon & Garfunkel, von Plewkas Solo-Album und dem Debütalbum von Schmedtje.

Ambitioniert und vielversprechend klingt Weit, eine Suite für Schlagzeug, Elektronik und Fotografie, die der Dresdner Drummer und Klangbastler Demian Kappenstein mit dem Medienkünstler Benjamin Schindler ins Kulturforum aufführt – eine multikulturelles, audiovisuelles Reise aus Klängen und Bildprojektionen. Mit reichlich Vorschusslorbeeren bedacht reist der britisch-norwegische Musiker Krissy Martens an. Mit zarten 23 Jahren wird er schon zu den großen Bluesrock-Gitarristen der Jetztzeit gezählt. In der Räucherei (23. April) präsentieren Martens und seine Band das aktuelle Album Scenes From A Moving Window vor. Nur eine Auswahl der zahlreichen Konzerte, die stilistisch von Jazz über Rock und Folk bis Singer/Songwriter reichen.

Lesungen, Filmabende und Slams

Aus ihrem neuen Roman 180 Grad Meer, einer tragikomischen Road-Novel über Generationenkonflikte, liest die Moderatorin und Bestsellerautorin Sarah Kuttner im Studio Filmtheater (19. April). Die Kieler Comic-Lesegruppe Projektix zeigt in der Hansa48 (20. April) ihre Premiere der szenischen Lesung Star Wars – Episode V – Das Imperium schlägt zurück. Im Medusa (20. Juni) führen Schauspieler des Kieler Werftpark-Theaters das Kleine sexuelle Alphabet der Tiere und das Märchen-Massaker auf. Filmabende, DJ-Sets, die Songbude in der Schaubude, Jazz-Slam im Statt-Café und Science-Slam in der Pumpe runden den Kultur-Rausch ab.

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