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Pausenloser Wanderer zwischen den Stilen
Schleswig-Holstein Musik Festival 2015 - SHMF 2015

Hans Liberg in Eutin Pausenloser Wanderer zwischen den Stilen

Freilichtbühne Eutin am Montagabend: Irgendwann während seines SHMF-Konzerts Tschá-Tschá-Tschá Tschaikowsky erzählt der unvergleichliche Musik-Kabarettist Hans Liberg diesen Witz: Karl sagt zum Papa, „wenn ich erwachsen bin, will ich Schlagzeuger werden.“ Darauf der Vater, „Karl überleg' dir das gut. Beides geht nicht.“ Hans Liberg lebt diese Pointe.

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Hans Liberg und Band begeistern mit dem SHMF-Programm  »Tschá-Tschá-Tschá Tschaikowsky«.

Quelle: Thomas Richter

Eutin. Gestützt auf profunde Sachkenntnis und handwerkliche Brillanz, aber mit kindlicher Neugier, spielerischer Unbekümmertheit, respektlos, aber nicht despektierlich macht sich der Musikwissenschaftler über populäre und unbekannte Werke von Klassik, Jazz, Rock und Pop her. Damit ist der niederländische Tausendsassa, der eine echt goldene Brille auf der Nase und ein Fax von Paul McCartney auf dem stillen Örtchen hat, seit langer Zeit ein Garant für allerfeinste Unterhaltung. Dass man bei seinen Programmen dabei verblüffend viel über Musik  (-Geschichte) und Kompositionstechniken lernt, ist ein nicht zu unterschätzender Mehrwert.

Mindestens 25 Mal müsse er laut Vertrag den Namen des diesjährigen SHMF-Schwerpunkts erwähnen, scherzt der Pianist und Multiinstrumentalist, der im Verlauf der Show auch vor einem Alphorn-Solo nicht Halt macht. Besonders amüsant kommt Liberg dieser „Pflicht“ bei Tschaikowskys Orchesterkompositio n Capriccio Italien op. 45 nach. Die Melodie hatte einst bereits der Schlager-Barde Freddy Breck für seinen Schunkel-Song Bianca verwurstet. Liberg treibt das Ganze nun mit Texttafeln zum Mitsingen und allerhand ironischer Musiktheorie auf die Spitze.

Kurz vorher flog er mühe- und lückenlos von Billy Joel zu Tschaikowsky, von Schuberts Lied Der Wanderer an den Mond zu Dions Sechziger-Pop-Granate The Wanderer, von da aus zu Beethoven und über Mozart zurück zu Schubert, um dann bei der Schleswig-Holstein-Hymne zu landen. „Attacca“ heiße eine Spielanweisung in der Musik,  die am Ende eines Satzes oder Stückes auftreten könne und besage, dass das nachfolgende Stück ohne Pause sofort angespielt werden soll, erklärt der Klang-Clown den faszinierten Zuhörern im nahezu ausverkauften Halbrund vor der Freilichtbühne. Genau in diesem Prozedere hat es Liberg zu wahrer Meisterschaft gebracht.

Weswegen sein in Kürze an den Start gehendes Programm ebenso sinnfällig wie simpel eben auch „Attacca“ heißt (u.a. 26. November, Kieler Schloss). Wie bei seiner grandiosen SHMF-Show gehören Mitsingen oder heiteres Stücke-Raten da sicher ebenso zum Repertoire wie behutsam gesetzte, aber durchaus nicht stumpfe politische Spitzen. Man werde ihm wohl bald verbieten, auf den schwarzen Tasten zu spielen, weil die in der Minderheit seien, sagt Liberg und belegt eindrucksvoll und witzig, wie unvollkommen selbst die vollkommensten Kompositionen nur auf weißen Tasten gespielt klingen. „Allerdings“, ergänzt er später, „wenn nur die schwarzen Tasten gespielt werden, klingt alles chinesisch.“ Selbstredend finden der Meister und sein Flügel auch dafür plastische Beispiele.

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