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SHMF 2015 - News Grubinger steht im Mittelpunkt
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08:35 12.07.2015
Das Schleswig-Holstein Musik Festival 2015 startet am Sonntag. Quelle: Carsten Rehder/dpa

Von Sonntag an wird das Land zwischen den Meeren wieder zum Paradies für Freunde klassischer und nicht ganz so klassischer Musik. Bis zum 30. August lockt das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) mit 178 Konzerte an 104 Spielorten, darunter Deutschlands größtes Bio-Gewächshaus für Tomaten in Wöhrden (Kreis Dithmarschen). Offiziell eröffnet wird das Festival am Sonntag (12. Juli) in der Musik- und Kongresshalle in Lübeck. Dazu werden auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) und weitere Mitglieder der Landesregierung erwartet.

Bereits am Samstagabend ist quasi eine Vorpremiere mit gleichem Musikprogramm ebenfalls in der Musik- und Kongresshalle vorgesehen. Das NDR-Sinfonieorchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock wird Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Johannes Brahms. Das Konzert wird live vom Fernsehsender 3 SAT und auf NDR Kultur übertragen.

Im Mittelpunkt des Festivals steht in diesem Jahr eine Retrospektive zum Werk des russischen Komponisten Peter Tschaikowsky (1840-1893). „Entscheidend sind die kaum bekannten Norddeutschland-Bezüge in seinem Leben“, sagte Festival-Intendant Christian Kuhnt zur Begründung für die Auswahl des Russen. Tschaikowsky sei fünfmal in Hamburg gewesen, 1888 habe er einen Abstecher nach Lübeck gemacht, sagte Kuhnt. „Wir gehen auf Spurensuche und verbinden so einen der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte mit unserem regionalen Anspruch“, sagte Kuhnt.

Das 2014 eingeführte Künstlerporträt ist in diesem Jahr dem österreichischen Percussionisten und Schlagzeuger Martin Grubinger gewidmet. Er will 16 Konzerte geben, darunter auch eine Bearbeitung von Tschaikowskys „Nussknacker-Suite“ für Schlagwerk und zwei Klaviere.

Neben Stars wie dem polnischen Pianisten Jan Lisiecki, der italienischen Pianistenlegende Maurizio Pollini, dem in Lettland geborenen Cellisten Mischa Maisky und dem russischen Trompeter Sergej Nakariakov sind in der Reihe „Luustern“ (plattdeutsche: lauschen) auch Interpreten aus anderen Genres zu Gast. Dazu gehören unter anderem das Stimmwunder Gregory Porter, das Maskentheater Familie Flöz, der Schauspieler und Sänger Ulrich Tukur, DJ Mad und die Sängerin Annett Louisan.

Im 30. Jahr seines Bestehens steht das SHMF auf einem soliden finanziellen Fundament. Der Etat liegt nach Angaben von Kuhnt wegen gesunkener Kosten mit 8,4 Millionen Euro unter dem des Vorjahres (9,1 Millionen). Sponsorengelder und Landeszuschuss seien stabil, sagte er.

Auch für die Besucherzahlen ist Kuhnt optimistisch. „Alle wollen, dass es endlich losgeht“, sagte der Intendant. Die Neugierde aufs Programm zeige sich auch im Vorverkauf: „Der liegt auf dem Niveau des Vorjahres, als wir mit 153 000 Tickets einen Rekord erzielten.“

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