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Vom Geheimnis des Walzers
Schleswig-Holstein Musik Festival 2015 - SHMF 2015

SHMF Vom Geheimnis des Walzers

„Wir haben gleich mit dem allerschwierigsten Stück begonnen“, sagt Christoph Eschenbach in der Probenpause, „dabei klingt es doch so leicht ...“ Er erklärt damit, warum er zuvor so häufig abgebrochen hat, so viele Detailfragen in der Rosenkavalier-Suite von Richard Strauss zu klären waren.

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Dienstagabend noch bei den Salzburger Festspielen aktiv, gestern bereits bei der Probe mit dem Festivalorchester: Christoph Eschenbach.

Quelle: Axel Nickolaus

Büdelsdorf. Der „Principal Conductor“, so etwas wie der Chefdirigent des Schleswig-Holstein Festival Orchesters, steigt diesmal relativ spät in den Sommer ein, übernimmt das von Krzysztof Urbanski und Manfred Honeck bereits vorgeformte Riesenkollektiv. Und spät nachts ist er erst angereist, strahlt aber jugendliche Frische aus. „Spätestens seit Probenbeginn um 10 Uhr geht es mir bestens“, lacht Eschenbach und schwärmt über die ersten Eindrücke vom Orchester. Dabei hatte es noch geknirscht und geklemmt bei der Rosenüberreichung oder dem Lerchenauischen Walzer. Die kleinen Verzögerungen und Beschleunigungen, das üppige Aufschäumen und plötzlich Filigrane macht den Reiz der Partitur aus, die nicht alle traditionellen Geheimnisse schwarz auf weiß bieten kann.

 Aber Eschenbach relativiert den Eindruck, das sei durch die geringe (Hör)-erfahrung des Opernextraktes bei den jungen Musikern aus aller Welt zu erklären: „Selbst wenn Sie das mit dem Boston Symphony Orchestra einstudieren, gelingt das nicht auf Anhieb. Im Blut haben das nur die Wiener Philharmoniker, mit denen ich damit im vergangenen Jahr auf Tournee war.“ Denen muss man dann nicht erklären, dass im Walzer „der zweite Schlag im Takt ein kleines Bisschen früher und der dritte dann auf keinen Fall zu früh kommen“ darf. Ähnliche Effekte von kleinen Off-Beats veranschaulicht Eschenbach mit „wie ein Schluckauf“. Und schon stimmt das Gefüge.

 Es herrscht spürbar familiäre Atmosphäre in der Aco Thormannhalle. Eschenbach ist froh, dass ihm das Ehepaar Ahlmann wieder das Gartenhaus auf dem Skulpturengelände zum Wohnen zur Verfügung gestellt hat. Kurze Wege also, viel Kontakt zu den Musikern. „Ich sehe das Orchester kommen und gehen. Sogar einen Flügel habe ich da. Ich muss nämlich Klavier üben, denn ich spiele am Montag bei den Salzburger Festspielen mit Matthias Goerne einen Liederabend.“

 Für das Festival bereitet der Maestro zwei Programme vor. Am kommenden Sonntag feiert das SHMF den Mitbegründer zum 75. Geburtstag am 20. Februar diesen Jahres in der Holstenhalle Neumünster. „In meinem Alter zählt man lieber nicht mehr mit“, lacht Eschenbach und empfindet es nicht als Last, das Fest selber leiten zu müssen: „Ich bekomme ja von den jungen Musikern viel geschenkt“.

 Das zweite Programm bietet eine komprimierte Fassung von Tschaikowskys populärer Oper Eugen Onegin und als Ergänzung zum Schwerpunkt die Erste Symphonie – „das passt, denn in ihrem g-Moll steckt schon viel Onegin drin.“

 Jetzt aber zeichnet der weißbehemdete Dirigent ersteinmal weite Schwünge über dem hörbar voluminös klingenden Festivalorchester. Und er macht den Solisten Mut: „Fühl dich frei“, empfiehlt er der Trompete, „wir begleiten dich!“

 Proben und Konzerte: www.shmf.de/oa

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Ein Artikel von
Dr. Christian Strehk
Kulturredaktion

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