17 ° / 9 ° wolkig

Navigation:
Haydn zum Auftakt des SHMF 2016

Kultur Haydn zum Auftakt des SHMF 2016

Das Schleswig-Holstein Musik Festival hat Geburtstag. Zum Jubiläum stehen Musik von Haydn und der Weltklassepianist András Schiff im Mittelpunkt. Jetzt wird das Festival eröffnet.

Voriger Artikel
SHMF ist näher an Rendsburg herangerückt
Nächster Artikel
Aus dem Jetzt geschaffen

Auf dem SHMF-Programm standen Werke von Joseph Haydn und Béla Bártók, die das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielen wollte.

Quelle: Axel Nickolaus

Lübeck. Es geht wieder los: Zwei Monate lang will das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) das Land zum Klingen bringen. Neben Klassik mit hochkarätigen Orchestern, Dirigenten und Solisten stehen auch Fado, Irish Folk, Chansons, Blasmusik und elektronische Beats auf dem Programm. Am Sonntagabend sollte das Festival von Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig offiziell eröffnet werden.

Auf dem Programm standen Werke von Joseph Haydn und Béla Bártók, die das NDR Elbphilharmonie Orchester unter der Leitung von Thomas Hengelbrock spielen wollte. Bereits am Samstagabend hatte es in Lübeck ein Vorkonzert mit gleichem Programm gegeben.

In seiner Eröffnungsrede würdigte Albig die Programmvielfalt des Musiksommers in Schleswig-Holstein. „Das Festival kombiniert immer wieder neue Ideen mit SHMF-Klassikern wie den Musikfesten auf dem Lande, den tollen Einzelkonzerten und der Orchesterakademie“, sagte er laut einer vorab veröffentlichten Mitteilung.

Bis zum 28. August sind 178 Konzerte sowie fünf Musikfeste auf dem Lande und zwei Kindermusikfeste geplant. Im Mittelpunkt des Festivals steht in diesem Jahr Joseph Haydn (1732-1809). Rund 100 Konzerte befassen sich mit dem Werk des österreichischen Komponisten, der als Hauptvertreter der Wiener Klassik gilt. Völlig zu Unrecht habe Haydn lange im Schatten von Mozart und Beethoven gestanden, erklärte Festivalintendant Christian Kuhnt.

Zahlreiche Künstler setzen sich in Konzerten mit dem „Erfinder“ der Sinfonie und des Streichquartetts und seinem facettenreichen Schaffen auseinander. Neben Haydns bekannten Sinfonien stehen auch Kammermusik, Orgelwerke, Arien und Haydns Oratorien „Die Jahreszeiten“ und „Die Schöpfung“ auf dem Festival-Programm.

Ganz ohne Haydn kommt auch der große Pianist Sir András Schiff nicht aus. Ihm ist das diesjährige Künstlerporträt gewidmet. Der gebürtige Ungar mit britischer und österreichischer Staatsangehörigkeit hat zehn Konzerte nach eigenen Vorstellungen konzipiert - darunter sind auch drei mit Musik von „Papa Haydn“, wie der Komponist von seinen Zeitgenossen genannt wurde.

Zu einem der Markenzeichen des 1986 gegründeten SHMF hat sich die Reihe „Luustern“ mit Musik abseits der Klassik entwickelt. Unter diesem Label sind in diesem Jahr unter anderem die französische Chanson-Queen Zaz und Mariza, die „Königin des Fado“, zu hören. Auch Gruppen wie die A-cappella-Formationen Basta und The Real Group, das „GlasBlasSing“-Quartett und der Jazzposaunist Nils Landgren mit 80 jungen Posaunisten wollen Konzerte geben.

Das Festival habe sich in den 30 Jahren seines Bestehens zwar verändert, sagte Kuhnt. Doch die Grundidee, die Musik zu den Menschen zu bringen, sei noch immer aktuell: „Das Festival hat da an Kraft nichts verloren.“

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
KN-online (Kieler Nachrichten)

ANZEIGE
Mehr aus SHMF 2016 2/3