10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Der Weihnachtsbaum (oder Das Massensterben)

Weihnachtsgedicht Der Weihnachtsbaum (oder Das Massensterben)

von Andreas Köster

Zur Weihnachtszeit müssen viele Tannen

um ihr Leben bangen

Sie werden zuerst ausgewählt

gezählt

zurecht gehackt

und in Netze verpackt

auf LKW‘s verladen

und in die weite Welt gebracht

Denn jeder will einen haben

für die Weihnachtsnacht.

Hell erleuchtet und geschmückt

machen sie Kinder ganz verrückt.

Sehen die Kinder Geschenke drunter liegen

fragen sie sich: „was werd ich bloß kriegen?“

Ihnen fallen aus nach und nach die Nadeln

Dafür tut man sie tadeln.

Gehen einem die Rettungsversuche aus

dann schmeißt man sie einfach raus.

Klein gehackt

werden sie gesammelt auf großen Haufen,

geschreddert und eingesackt

und dann kann man sie als Dünger kaufen.

Einige haben das Glück

sie wurden mit Wurzeln ausgegraben

und kommen in die Erde zurück

und werden noch ein langes Leben haben. 

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Weihnachtsgedichte 2/3