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Die Krone der Schöpfung

Weihnachtsgedicht Die Krone der Schöpfung

von Manfred Jungbluth

Weihnacht naht.

Im Winterwald wird’s nicht nur dunkel,

sondern kalt.

Es reiben sich die kalten Nasen,

die Rehe und sodann die Hasen,

denn auch die Tiere mögen’s warm

im trauten Bau mit vollem Darm

und mit den Ihren an der Seite.

Bei Frost sucht man nicht gern das Weite!

-

Die Menschen schlagen ab die Bäume

zum Zweck des Schmückens ihrer Räume

und schrecken auf die armen Tiere

mit Motorsägen im Reviere.

Und zeigen sich dann Hasen, Rehe

auf der Flucht, dann – wehe, wehe –

schießt sie ab der Jägersmann,

damit der Mensch sie essen kann.

-

Weihnacht naht. Mit Tannenbäumen,

mit Weihnachtsbraten in den Räumen.

Ja, ja, wir sind der Schöpfung Krone

mit Motorsäge und Kanone!

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