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Weihnachten 1964

Weihnachtsgedicht Weihnachten 1964

von Inge Beger

Zu Weihnachten Neunzehnhundertvierundsechzig,

war der Winter noch ganz prächtig.

Die Adventszeit von Spannung voll

im Nachhinein war´s richtig toll.

Wir waren damals fünf Geschwister,

drei Mädels und dann noch zwei „Mister“.

Wollten die Eltern überraschen,

großes Lob von ihnen erhaschen.

Weihnachtsgeschichte heimlich geübt,

waren dabei niemals betrübt.

Am Heilig Abend war´s soweit:

Ulla - als Maria - im langen Kleid,

Peter - als Josef - dem Zimmermann,

sah sich alles genauer an.

In der Krippe lag Harald, der kleinste von allen,

ließ es sich auch ruhig gefallen.

Sabine war Kaspar - und kam mit Gold -

ich habe das eigentlich auch gewollt,

doch gab ich mich mit Balthasar zufrieden

warum hab ich bloß Melchior gemieden?

Weihrauch und Myrre wollte ich bringen,

außerdem sollten die Glöckchen klingen -

Mitten im Spiel fing Sabine zu weinen an:

Am Tannenbaum waren keine „Kringel“ dran!

Zum Glück brachten wir das Krippenspiel zu Ende,

die Eltern klatschten begeistert in die Hände

und mussten vor Rührung die Tränen verkneifen,

dass sie weinten, konnten wir erst später begreifen.

Heute wird noch darüber gelacht,

aber wir haben unseren Eltern eine Freude gemacht.

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