10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Weihnachten

Weihnachtsgedicht Weihnachten

von Paul Langer

Markt und Straßen stehn verlassen -

ein Gedicht aus alter Zeit?

Heute kann man fast erblassen

bei dem Trubel weit und breit.

Weihnacht, ist das noch das Wunder,

das geschehn zu Bethlehem

oder geht es heute unter

wenn wir durch die Straßen gehn?

Helle Leuchtreklamen blinken

an Geschäften vollgepackt

und aus Lautsprechern erklingen

Weihnachtslieder wohlbekannt.

Waren werden feilgeboten:

„Liebe Leute, kauft für´s Fest,

das Geschäft muß sich schon lohnen

und damit ihr nicht vergeßt;

wenn die Kassen laut erklingen

kann man heuer wieder singen

-Nur die liebe Weihnachtszeit

bringt uns Segen weit und breit-!“

-

Doch, nun laßt uns mal bedenken

was das Fest uns wirklich sagt:

Gottes Sohn tat sich uns schenken,

er, der uns vor´m ewgen Tod bewahrt.

Kein Trubel, keine Lichtreklame

ward Jesus in dem Stall zuteil,

nur Hirten, die am Felde waren

traten herbei in großer Eil.

Andächtig sie die Knie beugten

und huldigten dem Gottessohn

und so vor aller Welt bezeugten

das Gott unter den Menschen wohn´.

-

So wolln auch wir ihn wieder ehren

in dieser stillen, heilgen Zeit,

die Herzen wieder zu ihm kehren,

zu ihm, der uns von Schuld befreit.

Voll Freude wollen wir dann schenken,

nicht Hab und Gut, wie es stets war,

sondern uns selbst und stets dran denken

in rechter Lieb zu handeln immerdar.

Dann können wir auch wieder singen

und uns´re Lieder mögen klingen:

-

„Der Herr hat uns das Heil gebracht,

Oh du Stille, Heilge Nacht!“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Weihnachtsgedichte 2/3