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Weihnachtsgedicht aus meiner Backstube

Weihnachtsgedicht Weihnachtsgedicht aus meiner Backstube

von Eva Jordan

Es war einmal eine Rosine

Die zog mit fröhlicher Mine

Hinein in einen Stollen

Seit dem ist sie verschollen.

-

Oh Schreck sprach die Korinthe

Sie sitzt wohl in der Tinte

Ich muss die Kleine suchen

Und wage mich auch in den Kuchen.

-

Haltet ein, sprach da die Haselnuss

So ohne Plan gibt’s nur Verdruss

Bevor hier irgendwas passiert

Wird erst die Rettung organisiert.

-

Ein Suchtrupp wird also gefunden

Der soll einmal den Weg erkunden.

So stehen mutig schon parat

3 Mandeln, Zimt und Zitronat.

-

Nachdem sie losgezogen sind

Vergeht die Zeit so wie im Wind.

Und klar wird schon nach wenigen Stunden

Der ganze Trupp ist auch verschwunden.

-

Tollkühn kommt dann das Marzipan

Und greift den Stollen direkt an,

windet sich rein im Handumdrehn

und war seit dem nie mehr geseh’n.

-

Die Mokkabohne ist so traurig,

das Schicksal der Freunde ist ihr schaurig.

Sie schluchzt und klappert mit den Zähnen

Und weint klebrige Puderzuckertränen.

-

Das ist ja nicht mehr auszuhalten

Ruft der Rum und macht anstalten

Rosines Abenteuer zu beschließen

Und droht den Stollen zu begießen.

-

Das hat Rosinchen sehr erschreckt,

so ein Aufstand hatte sie nie bezweckt,

eine Rumrosine wollte sie auch nie sein,

drum läutet sie den Adventskaffe ein.

-

Da gibt’s den Stollen Stück für Stück

Mit allerfeinsten Köstlichkeiten,

die ganze Bande ist zurück

und schenkt voll Stolz uns gute Zeiten.

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