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Weihnachtszeit in meiner Kinderzeit

Weihnachtsgedicht Weihnachtszeit in meiner Kinderzeit

von Hilda Kaustrup

Wieder geht das Jahr langsam zu Ende,

wir falten wieder einmal unsere Hände:

Für den Nikolaus, daß er uns Weihnachten nicht vergißt,

und damit immer alles guter Stimmung ist.

-

Jetzt im Advent gehen wir in den Tannenwald hinein,

denn es soll ja ein schönes Bäumchen sein.

Mit Gold und Silber wird es Weihnachten geschmückt,

einige Stücke bleiben im Karton von Oma zurück.

So schöne Sachen, Engel mit Flügeln und echtem Haar,

für mich eine Erinnerung an meine Kinderjahr.

-

Auch damals im Advent ein Kranz auf dem Tisch,

es waren bei uns vier weiße Kerzen, ganz frisch.

Den Kranz haben wir selbst gebunden,

das Grün dafür im Garten gefunden.

-

Wir Kinder waren artig und stets bereit,

ohne viel Murren, mit Lust und Fröhlichkeit.

Wir wurden gut von Knecht Ruprecht bedacht,

hatten wohl als Kinder alles richtig gut gemacht.

-

Es kamen die letzten Tage vor dem Weihnachtsfest,

wir Kinder artig wie im Vogelnest,

um sechs wurde die Weihnachtsgans mit Rotkohl gegessen,

schmeckte so gut, aber ruhig haben wir nicht gesessen.

Die Tür der guten Stube ging auf, die Lichter brannten am Baum,

wir sahen die Geschenke kaum.

Unsere Oma stand auf, die Enkel im Arm,

uns wurde so heimelig warm:

„Allns so schön, aber nienich vergeten,

Alle Menschen hebt nich satt to eeten.“

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