4 ° / -4 ° Schneeschauer

Navigation:
Die wundersame Schokolade

Weihnachtsgeschichte Die wundersame Schokolade

von Pauline Bruch, 10 Jahre 

In einem kleinen Häuschen in Kiel wohnte Familie Ruber. Lilli und Maik Ruber waren die Kinder von Maike und Jürgen Ruber. Es war der vierte Advent, und die ganze Familie ging auf den Weihnachtsmarkt. Sie schlenderten an kleinen Buden und einem sehr vollen Karussell vorbei. Auf einmal blieb Lilli stehen und fragte ihre Mutter: „Mama, kaufst du mir den Schokoladenweihnachtsmann?“ Da antwortete Maike: „Ja gut!“ Gesagt getan! Als sie nach etwa einer Stunde wieder nach Hause kamen, hatte Lilli den Weihnachtsmann dabei und Maik ein Armband mit einer Tanne darauf. Der Vater meinte: „Na, jetzt aber mal ins Bett! Morgen ist Weihnachten.“ „Au ja, morgen ist Weihnachten“, sangen die Kinder und huschten schnell in ihre Zimmer. Die Eltern kamen noch, um den beiden einen Gutenachtkuss zu geben, und Lilli guckte noch eine Weile nachdenklich den Mann aus Schokolade an. Plötzlich zuckte sie unwillkürlich zusammen. Hatte die Schokolade ihren rechten Arm gehoben? Ja, da war etwas! Aber was? Es war doch unwahrscheinlich, dass Schokoladenweihnachtsmänner sich neuerdings bewegen konnten, oder? Sie zitterte am ganzen Körper und flüsterte mutig: „Hallo, ist da jemand?“ Da hörte sie eine Stimme, sie war leise und schien aus dem Mund des Weihnachtsmannes zu kommen: „Ja, klar ist da jemand. Und dieser jemand bin ich.“ Lilli wollte wissen, ob es die Schokolade war und wisperte: „Bist du das?“ „Ja, bin ich und ich heiße Klaus!“ Sie wollte wissen: „Und wieso bist du lebendig?“ Klaus sprang aus dem Bett, kletterte über Lillis Schreibtisch und lugte durch die Vorhänge hinaus. Mittlerweile war die Nacht rabenschwarz, und im Licht der Laternen liefen noch ein paar Leute eilig umher. In der Ferne rief ein Käuzchen, aber sonst war es still. Endlich erklärte Klaus: „Naja, alle Weihnachtsmänner werden einmal im Jahr lebendig, und heute bin ich dran.“ Lilli fragte sich, ob wirklich alle einmal lebendig werden, und warum sie noch keinen gesehen hatte. 

Da ging die Tür auf und ihr Vater kam ins Zimmer: „Aufstehen, meine Süße!“ Er schüttelte sie und Lilli tat so, als würde sie noch schlafen. Alle zusammen gingen noch in die Kirche und danach gab es eine sehr schöne Bescherung. Und Klaus? Der wurde wieder zu einem Schokoladenweihnachtsmann, aber Lilli aß ihn trotzdem nie auf. Sie freut sich schon aufs nächste Jahr, wenn sie wieder mit Klaus sprechen würde.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Foto: Unsere Karte zeigt Weihnachtsmärkte in ganz Schleswig-Holstein an.

Die schöne Adventszeit - was wäre sie ohne Punsch, Mutzen und einer Bratwurst. Wo 2017 die Advents- und Weihnachtsmärkte zum Schlemmen und Shoppen sind, erfahren Sie auf unserer Weihnachtsmarkt-Karte für Schleswig-Holstein.mehr

Mehr aus Weihnachtsgeschichten 2017 2/3