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Klein Mariechen schreibt ein Weihnachtsgedicht

Weihnachtsgedicht Klein Mariechen schreibt ein Weihnachtsgedicht

von Mariell Brandt, 15 Jahre

„Der Winter kommt!“ – Ende November

verkündet’s prompt der Radiosender.

Und klein Marie mit Schrecken denkt,

für Mutti hat sie kein Geschenk!

Die Weihnachtszeit rückt immer näher

und dennoch steht sie völlig leer da.

Drum überlegt sie mühevoll

was sie der Mutti schenken soll.

Nen schönen Kochtopf hat sie schon

und Vasen aus dem alten Rom.

Selbst mit Nähzeugs und solchen Sachen

würd‘ man ihr keine Freude machen …

Braucht Kehrzeug nicht, auch keinen Besen

wie wär’s denn mal mit was zu lesen?

Und schließlich tut sie sich entscheiden,

der Mutti ein Gedicht zu schreiben.

Doch was nur soll die Handlung sein?

Mariechen fällt einfach nichts ein.

Drum beschließt sie ein Päuschen 

zu machen,

um sich von der Weihnacht 

inspirieren zu lassen.

Und schon brennt die 

erste Kerze am Kranz,

draußen vor dem Fenster 

ein Schneeflockentanz.

Doch Marie erfreut er nicht, der Schnee.

Denn für das Gedicht fehlt ihr jede Idee.

Stundenlang starrt sie herab

auf das wortlose, stille Blatt.

Und schließlich schiebt sie es beiseite

– sie macht das schon, aber nicht heute.

Die zweite Kerze erleuchtet den Raum.

Draußen die Kinder Schneemänner bauen.

Und nur Marie freut sich mitnichten,

ihr fehlen Einfälle zum Dichten.

Während die anderen Plätzchen backen

sitzt ihr der Stress bereits im Nacken.

Doch auch mit Keks und heißem Tee

ist die Inspiration passé.

Stundenlang – in warmen Socken –

scheint sie vorm Kamin zu hocken.

Dann schließlich legt sie den Stift weg,

denn heute hat das keinen Zweck.

Die dritte Kerze, mit hellem Glanz,

ist entzündet am Weihnachtskranz.

Bald schon kaufen sie den Baum!

Für Marie ist das das Grauen.

Bald schon wird Bescherung sein!

Doch Marie fällt nichts ein.

In einer Woche und paar Tagen

soll sie schon ein Gedicht haben …

(Das schlägt ihr ziemlich auf den Magen)

Und sie hebt den Stift an, um ihn wieder zu senken

bei lauter Weihnachtsmusik kann sie einfach nicht denken.

Und schon ist die vierte Kerze am Brennen

Für Marie scheint die Zeit wegzurennen.

Vom großen Kalender noch eine Tür verschlossen

und Marie hätte fast schon ein paar Tränchen vergossen.

Doch schließlich fällt einer ihrer Blicke

auf die am Tisch aufgebaute Krippe.

Plötzlich sind ihre Sorgen zunichte

und sie reimt sie auf die Weihnachtsgeschichte.

Und am Heiligen Abend

bei Glockengeläut‘

hat sich Mutti sehr

über eine Ballade gefreut!

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