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Weihnachtsgeschichten 2017 Nathanaels Nacht der Sterne
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Es ist so kalt draußen, doch Nathanael muss unbedingt wissen, wer da in dieser Nacht in seinem Stall schlafen will. Mitten in der Nacht stand ein Mann an der Tür seines Vaters. Er sah sehr müde aus. Auf einem Esel saß eine Frau. Sie hatte einen ganz dicken Bauch. Darin musste ein Baby sein.

Sie fragten nach einem Schlafplatz, doch der Gastwirt konnte Ihnen keinen Platz zum Schlafen geben, aber sie durften in seinen Stall zu den Tieren.

Nathanael steht neugierig am Stall und lauscht.

Er kann sie hören. Sie ist müde die Frau. Ein Glück hat der Stall einige Löcher im Holz. An der einen Seite findet er schnell ein Loch, durch das er gucken kann. Sein Herz klopft total laut und schnell. Wenn sein Papa ihn hier erwischt, dann gibt es Ärger. Aber irgendwas ließ ihn vorher nicht mehr schlafen. Er lag ganz lange im Bett und starrte in den Himmel.

Diese Frau sie war so müde. Der Mann hielt sie sogar in seinen Armen fest, als sie zum Stall liefen. Und plötzlich war ein Stern am Himmel, den hatte Nathanael noch nie gesehen. Er war so groß, da hielt ihn nichts mehr im Bett, er musste einfach nachsehen.

Also schaut er ganz vorsichtig durch das Loch. Im Stall ist es schön hell. Eine Kerze flackert vor sich hin. Der Mann betet, er weint dabei und dankt Gott. Aber wo ist die Frau?

Da liegt sie mitten im Stroh. Auch sie ist am Weinen. Aber sie sieht gar nicht traurig aus. Immer wieder sagt sie einen Namen: JESUS.

Was ist hier los? Nathanael versteht gar nichts mehr. Da, da ist es!

Ein kleines Geräusch, ein Glucksen!

Da ist doch ein Baby!

Das erkennt er sofort. Schnell rennt der flinke Junge um den Stall herum. Er muss ein besseres Loch zum Gucken finden. Wo ist das Baby? Als er endlich ein anderes Loch findet, steigt er auf einen großen Stein. Er muss zwar auf den Zehenspitzen stehen, aber er kann es sehen. Wo sonst der Esel sein Futter frisst, da liegt es!

Es ist ganz fest in eine Decke eingewickelt. Das kleine Gesicht kann Nathanael genau sehen. Ein kleiner Junge, ein Baby!

„Die Frau hat in unserem Stall ein Baby bekommen!“, platzt es aus ihm heraus. Seine Augen leuchten, und er kann nur noch das Kind ansehen. Das ist Jesus! Sie nennen ihn Jesus. Sein Herz schlägt Purzelbäume. Der Mann hält seine Frau in den Armen. Beide weinen und immer wieder beten sie und sagen: „Gott, Danke für dieses wunderschöne Geschenk!“

Nathanael kann nur noch lächeln. Der Himmel leuchtet, und so viele Sterne hat er in Bethlehem noch nie gesehen. Der große Stern steht genau über seinem Stall.

In unserem Stall ist in dieser Nacht ein besonderer Junge geboren. Ich werde herausfinden, warum er so wichtig für uns ist. Das ist sicher! Das verspricht Nathanael sich selbst.

Er leuchtet selbst so hell wie der Stern, der über dem Stall steht.

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