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Ergebnisse der zweiten Studie vorgelegt - Drei Viertel der Befragten mit Studienbedingungen zufrieden

Bachelors zensieren die Uni

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Martin Geist | kn | 27.11.2009
07:52 Uhr


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Vor einem Jahr hatte das Präsidium der Universität erstmals der „Generation Bachelor“ mit einem umfangreichen Fragebogen auf den Zahn gefühlt. Damals bewerteten 72 Prozent die Bedingungen als sehr gut, gut oder befriedigend. Den jetzigen leichten Anstieg mag Vizepräsident Prof. Frank Kempken zwar nicht überbewerten, ein Zeichen dafür, dass der Trend in die richtige Richtung geht, macht er aber trotzdem aus: Unter den Studierenden des zweiten Semesters ist die Zufriedenheit stärker ausgeprägt als unter ihren Kommilitonen aus dem vierten Semester.

Das gilt besonders für die Prüfungsorganisation, die von den älteren Studierenden erheblich schlechter bewertet wird als von den jüngeren. Kempken erklärt sich das mit ersten Auswirkungen zahlreicher kleinerer Nachbesserungen, die unmittelbar nach der Umfrage von 2008 vorgenommen wurden. Noch stärker dürfte sich diese Tendenz nach seiner Einschätzung in den kommenden Jahren zeigen. Große Korrekturen wie die Vereinheitlichung der unübersichtlichen Prüfungsordnungen und des Anmeldungs- und Wiederholungsverfahrens seien erst im Sommer beschlossen worden und begännen erst jetzt zu greifen.

Dass die Hochschule gerade im Bereich der Prüfungen manches „kritisch hinterfragen“ müsse, räumt der Vizepräsident aber ein. Nach wie vor werde offensichtlich zu oft innerhalb zu kurzer Zeit geprüft, nennt er ein wesentliches Manko. In der Auswertung äußert sich das darin, dass 27 Prozent der Viertsemester und immer noch 22 Prozent der Zweitsemester die Prüfungsordnung als mangelhaft bewerten. Acht beziehungsweise sieben Prozent verhängen sogar eine glatte Sechs.



Unmittelbar mit diesem Problem zu tun haben dürfte in vielen Fällen die Tatsache, dass ein Drittel der Befragten angab, nicht alle vorgeschriebenen Prüfungen erfolgreich absolviert zu haben. Als Ursache wurde zu etwa 35 Prozent genannt, dass die Menge an Lernstoff zu umfangreich gewesen sei. Auf Platz zwei der Pleitengründe folgt bereits das Eingeständnis suboptimaler eigener Prüfungsvorbereitungen, während immerhin noch knapp zehn Prozent Konflikte zwischen Studium und Job als besonders hinderlich empfanden.

Nicht alle Quellen des Unbehagens haben unterdessen ihren Grund unmittelbar auf dem Campus. Dass zwar die Zahl der Studierenden kräftig wächst, die Raumausstattung aber stagniert, ist nach den Worten von Prof. Kempken eindeutig ein Problem der Landesregierung. Ebenso ordnet er die Kritik an der unzureichenden Personalausstattung ein. Die Stellen an der Uni seien vom Land nur zu 90 Prozent finanziert, so dass nach dem Ausscheiden von Lehrkräften eine Wiederbesetzungssperre von drei Monaten greifen müsse. Falle die dann noch mitten ins Semester, sei das „sehr schmerzhaft“.

Den Bund sieht Kempken derweil in der Pflicht, wenn es ums BAföG geht. Mindestens so misslich wie die zu geringen Fördersätze ist es aus seiner Sicht, dass die Richtlinien bisher überhaupt nicht an die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge angepasst wurden. Die nach altem Brauch geforderten Leistungsnachweise am Ende des vierten Semesters seien deshalb von den Studierenden oft nur mühsam und nach großer Rennerei zu erbringen.

Im Detail nachzulesen ist die Zusammenfassung der Bachelorumfrage unter www.uni-kiel.de




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