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Sie setzen sich für die Organspende ein (von links): Stadtpräsidentin Cathy Kietzer, Dr. Felix Braun, Schwerpunktleiter Transplant...
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Foto: Peter
„Fürs Leben - für Organspende“ leuchtet seit gestern in schwarzen Lettern von bunten Werbeplakaten im Foyer des Kieler Rathauses. Überzeugender als alle Plakate und Broschüren sprechen jedoch die Augen von Wolfgang Veit, einem Mitglied im Bundesverband der Organtransplantierten. Gemeinsam mit der DSO wird er bis Freitag über lebensrettende postmortale Organspenden aufklären.
2004 musste Wolfgang Veit wegen einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) aus seinem Berufsalltag in der chemischen Industrie aussteigen. Das Warten auf ein Spenderorgan folgte. „Zwei Jahre habe ich ausgeharrt, zweimal gab es Fehlalarm“, erzählt der 58-Jährige. Mit Sauerstoffmaske und Rollator konnte er kaum zwei Meter laufen, bis ihm 2006 die lebensrettende Spenderlunge transplantiert werden konnte und ein neues Leben begann. „Am Wichtigsten ist es, das Warten zu überstehen - für Betroffene wie Angehörige“, sagt Wolfgang Veit aus Erfahrung. 12000 Menschen warten in Deutschland auf ein lebensrettendes Spenderorgan. Fast 1000 Menschen, also drei pro Tag, sterben jährlich, weil sie nicht rechtzeitig ein passendes finden.
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Die besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht nicht fest, anders als es die Staatsanwaltschaft verlangt hatte. Sie will Rechtsmittel prüfen...
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„Man ist nie zu alt, um ein Organ zu spenden“, betont Dr. Felix Braun, Schwerpunktleiter Transplantation am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein. Der 20-jährige Motorradfahrer, der lange als Prototyp eines Organspenders galt, ist überholt: „Jeder kann spenden - und jeder sollte einen Spendeausweis bei sich tragen“, empfiehlt Braun. Zumal der Ausweis auch die Option „Nein, ich widerspreche einer Entnahme von Organen oder Geweben“ umfasst. „Mit jeder Entscheidung, die man selbst fällt, entlastet man Angehörige, die im Falle eines Hirntods mit dieser Frage konfrontiert würden“, sagt der Mediziner.
Aber bin ich wirklich tot, wenn man das Organ entnimmt? Lassen mich Ärzte womöglich liegen? Wie funktioniert die Warteliste? Fragen wie diese will die Informationswoche beantworten, Aufklärung und Abbau bestehender Ängste sind das Ziel. Denn obwohl 65 bis 80 Prozent der Bevölkerung einer Organspende diffus zustimmen, tragen nur 16 bis 17 Prozent einen Organspendeausweis bei sich. „Wir wollen Brücken zwischen Betroffenen, Ärzten und Spendern bauen, um Leben zu retten“, formuliert Stadtpräsidentin Cathy Kietzer. „Für viele Menschen bedeutet das Thema Organspende auch eine Konfronation mit dem eigenen Tod - das ist nicht leicht“, sagt Thorsten Doede von der DSO. „Umfassende Information nimmt Angst.“
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