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Kiel 1500 fordern bessere Arbeitsbedingungen
Kiel 1500 fordern bessere Arbeitsbedingungen
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13:31 01.05.2018
Von Heike Stüben
1500 Teilnehmer gingen bei der Mai-Demo in Kiel auf die Straße. Quelle: Frank Peter
Damperhof

Vom Schüler und Studenten bis zum Rentner, der seit mehr als 60 Jahren in der Gewerkschaft ist. Von der Servicekraft und dem Langzeitarbeitslosen bis zum ehemaligen Ministerpräsidenten Torsten Albig. Viele hatten dem unwirtlichen Wetter getrotzt und waren am 1. Mai 2018 zum Legienhof in Kiel gekommen, um Flagge zu zeigen.

"Die Gesellschaft driftet immer mehr auseinander. Auch weil Löhne nicht mehr als fair und gerechte Entlohnung für die geleistete Arbeit anerkannt werden. Die Folge ist, dass wir in wichtigen Bereichen zwar noch Nachwuchs ausbilden, diesen aber nicht mehr halten können", erklärte Anke Olsowski (60), die in der ambulanten Pflege arbeitet. "Wir arbeiten Doppelschichten, weil einfach zu wenig Personal da ist. Die Politik muss die Rahmenbedingungen ändern."

Kritik an Tarifflucht

Viel Beifall bekam deshalb Frank Hornschu vom DGB Nord, als er eine deutliche Steigerung des Mindestlohnes, einen sozialen Arbeitsmarkt und bezahlbares Wohnen forderte. Der Gewerkschafter beklagte eine wachsende Tarifflucht im Norden: "Viel zu wenige Firmen bieten den Schutz von Tarifverträgen und Mitbestimmung - Fachkräfte kommen und bleiben aber nur, wenn sie sich nicht von Befristung zu Befristung hangeln müssen."

Sorge bereiteten auch die Angriffe auf die Arbeitszeiten: "Die wollen die Arbeitgeber ausweiten. Das ist mit uns nicht zu machen."

Buhrufe für Hauptredner

Hauptredner Torsten Jäger, Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei, musste sich hingegen gegen lautstarke Buhrufe einer Gruppe von Demonstranten aus dem linken Lager zur Wehr setzen. Was wiederum andere 1.Mai-Teilnehmer auf den Plan rief, sodass es vorübergehen zu heftigen Diskussionen vor der Bühne kam.

Dabei forderte Jäger nur die Solidarität aller Arbeitnehmer ein - für die Mitarbeiter in Kitas und Pflege ebenso wie in allen anderen Arbeitsbereichen und eben auch für die Polizei. "Die Angriffe auf die Polizeikollegen sind tägliche Realität. 3,6 Angriffe pro Tag allein in Schleswig-Holstein", klagte Jäger und appellierte unter Beifall: "Haltet zusammen!"

Hier sehen Sie Bilder von der Kundgebung in Kiel.
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